1. www.dzonline.de
  2. >
  3. Duelmen
  4. >
  5. Grasmücke vor Straßenbauer

  6. >

B 67: Unterwegs mit Umweltbaubegleiter Stefan Schwenzfeier

Grasmücke vor Straßenbauer

Dülmen

Wasser,  Tiere, Menschen oder Pflanzen - das und mehr hat Stefan Schwenzfeier im Blick, wenn er auf der Baustelle der B 67 unterwegs ist. Denn der 39-Jährige ist hier der externe Umweltbaubegleiter. Was genau seine Aufgaben sind, lesen Sie hier.

Von Kristina Kerstan

Umweltbaubegleiter Stefan Schwenzfeier ist jede Woche auf der Baustelle der B 67 unterwegs. 
Foto: Kerstan

Was ein Umweltbaubegleiter macht? Stefan Schwenzfeier zeigt auf eine kleine, dicht bewachsene Erhöhung zwischen Logistikroute und künftiger Trasse. Die soll für den Bau der B 67 weichen.

Nur: Genau diesen Ort hatte sich eine Dorngrasmücke zum Brüten ausgesucht, bemerkte Schwenzfeier. Also musste die Baufirma warten, rund sechs Wochen lang, bis die Jungen flügge waren. Um die Anhöhe herum konnte jedoch gearbeitet werden. „Diese Vogelart ist relativ tolerant“, sagt der Experte mit Blick auf den kleinen Singvogel.

„Ich bin als Berater angestellt“

Es sind längst nicht nur Tiere, die der 39-Jährige als Umweltbaubegleiter auf der Baustelle der B 67 im Blick hat. Landschaftsbild, Luft, Wasser, Boden, Tiere, Menschen, Pflanzen - das ist die Liste seiner „Schutzgüter“.

„Ich bin als Berater angestellt“, erläutert Schwenzfeier, studierter Landschaftökonom vom Büro Lindschulte aus Nordhorn, seine Rolle. Weisungsbefugt gegenüber den Baufirmen sei er eigentlich nicht. „Nur dann, wenn Gefahr im Verzug ist.“

Straßenbau durch sensible Gebiete

Dass es auf der Großbaustelle B 67 während der gesamten Zeit einen Umweltbaubegleiter geben muss, ist im Planfeststellungsbeschluss festgeschrieben. „Naturschutz war hier immer ein Thema“, erinnert sich Landschaftsarchitektin Christa Deppe von Straßen.NRW an das komplizierte Genehmigungsverfahren.

Die Trasse führt nun einmal durch „sensible Räume“. Seit rund zehn Jahren würden Umweltbaubegleiter, kurz UBB, immer häufiger bei großen Maßnahmen im Planfeststellungsbeschluss eingefordert.

Trotzdem hätten viele Baufirmen noch nicht mit einem UBB zusammengearbeitet, hat Stefan Schwenzfeier festgestellt. „Hin und wieder muss man Überzeugungsarbeit leisten.“

Den gesamten Bericht sowie weitere Informationen rund um den Bau der B 67 lesen Sie in der DZ-Ausgabe von Samstag.

Startseite