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Skulptur von Bernhard Kleinhans mit multi-medialer Veranstaltung gewürdigt

Für 60 Jahre junges Mädchen gerappt

Dülmen.

Musik, Lyrik, Fotografie. Und viel Atmosphäre. Das kennzeichnete die Verstaltung zum "vergessenen Mädchen" - der Mädchenskulpur von Bernhard Kleinhans, die bei den Dülmenern tatsächlich etwas in Vergessenheit geraten ist.

Von Farina Nagel

Ilona Escher truf Gedichte vor, die zu der Figur "Mädchen",  ihrer Zeit und ihrer Lebensfreude passen. Foto: Farina Nagel

Bei schönem abendlichen Wetter wurde das Publikum von Dr. Wolfgang Werner durch die Veranstaltung geführt. Er übernahm nicht nur die Moderation, sondern war auch einer der Ideengeber für diese Veranstaltung.

Rund drei Monate hat die Vorbereitung durch das Team rund um den Förderverein für Kunst und Kultur Dülmen und weiteren Beteiligten wie Lehrer Florian Hoffmann gedauert.

Grotesk und verzückt“, sind die zwei Worte, die Werner Lütkenhaus als erstes einfallen, wenn er sich das „vergessene Mädchen“ ansieht. Mit spürbarer Begeisterung stellte der Co-Organisator den rund 50 Gästen nicht nur die Geschichte der vermeintlich unscheinbaren Skulptur vor, sondern er beschrieb auch das Bildnis mit seinen charmanten Worten, um sie den Besuchern näher zu bringen.

Nach der Theorie folgte der musikalische Part des Abends durch den „Inkluencer“ Dennis Sonne, auch bekannt als Sittin‘ Bull. Mit seinen selbst geschriebenen Rap-Songs brachte der querschnittgelähmte Hip-Hopper die Füße des Publikums zum Wippen. Auch er ist von der Statue angetan und widmete ihr seine Lieder „Hoffnung“ und „Alles Liebe“.

Mit sorgsam ausgewählten Gedichten von Mascha Kaléko beschrieb Ilona Escher auf poetische Weise das Mädchen und verlieh ihr damit eine Stimme und einen Charakter, durch den sie ein Stück lebendiger wurde.

"Werke die unsterblich machen“, sind Worte, die der Bulderaner Klaus Jahn für das Bild findet. Mit einer Auswahl aus seinen selbstverfassten Texten mit Bezug zum Mädchen steuert er dem Abend einen einzigartigen lyrischen Anteil bei und vertritt dabei die Dülmener Kulturszene.

Dann offenbarte der Fotograf Rolf Ebert Details zu seiner Fotoausstellung „Mädchen“, die anschließend betrachtet werden konnte. Sein Ziel war es, „die Figur den Menschen zugänglich zu machen“, und aus ihrem „Dornröschenschlaf“ zu erwecken.

Als Erinnerung an den gelungenen Abend erhielten alle Besucher eine Design-Postkarte mit Fotos von Ebert, gestaltet von Ruth Hillers.

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