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Westlich von Merfeld graben Archäologen

Funde aus der Frühgeschichte

Dülmen

Westlich von Merfeld graben Archäologen am Verlauf der zukünftigen Bundesstraße nach Materialien aus der Stein- und der Bronzezeit. Feuerstein etwa, der in beiden Perioden gebräuchlich war, oder Keramik, das erst in der Bronzezeit aufkam.

Von Christian Besse

Dieser Suchschnitt ist einer von sieben in der jetzigen Trasse. Hier suchen die Archäologen nach neuen Erkenntnissen. Foto: Besse

Das Münsterland sei nicht das allerbeste Gebiet für historische Grabungen, meint Dr. Bernhard Stapel, Archäologe vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL). Landwirtschaftliche Arbeiten hätten in den vergangenen Jahrhunderten viel Material zerstört, bedauert er. Was kein Vorwurf sei, die Bauern hätten von ihren Erträgen ja leben müssen.

Ganz unergiebig ist der Boden in der Region aber auch nicht. Regelmäßig graben archäologische Fachfirmen unter Aufsicht des LWL nach Funden, die Aufschlüsse auf das Leben unserer Vorfahren geben. Eine dieser Grabungsstellen liegt aktuell im Westen von Merfeld - am Kannebrooksweg, wenige Kilometer von der L 600 entfernt. Dort suchen fünf Archäologen des internationalen Fachunternehmens Salisbury und eine Praktikantin nach Hinterlassenschaften aus der Stein- und aus der Bronzezeit.

25 Meter breit und 150 Meter lang ist die Trasse entlang des Kannebrookwegs, die die Spezialisten zurzeit untersuchen. Aber nicht jeden Quadratmeter, sondern in so genannten Suchschnitten, jeder von ihnen wiederum 2,5 mal 25 Meter groß, sieben von ihnen haben die Fachleute auf der Trasse ausgehoben. An den Verfärbungen an den Seiten und auf dem Boden erkennen die Fachleute, welche auf rein natürliche Einflüsse und welche unter Umständen auf frühen Ackerbau zurückgehen.

Mehr zu den archäologischen Grabungen in der Donnerstagsausgabe der DZ.

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