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Dülmener Unternehmer Bernd Homann ist „Held des Handels NRW“

Erster Preis für „Tausendsassa“

Dülmen.

Zum Held des Handels wurde der Dülmener Unternehmer Bernd Homann ausgezeichnet. Beim „eCommerce-Tag NRW“ in Hilden erhielt er den Preis.

Von Christian Besse

Schwer beeindruckt war Moderatorin Camilla Biasio von Bernd Homann - und offenbar nicht nur sie. Nur wenige Minuten später wurde der Dülmener zum „Helden des Handels NRW“ gewählt. Foto: Wirtschaftsministerium NRW

„Sie sind ein wahrer Tausendsassa, das muss ich jetzt mal sagen.“ Camilla Biasio, Moderatorin des „eCommerce-Tages NRW“ in Hilden, war schon kurz nach Beginn des Interviews schwer beeindruckt von ihrem Gesprächspartner - Bernd Homann, Kaufmann aus Dülmen, der in der Tiberstadt seit Jahren das Haushaltswarengeschäft „schenken-kochen-wohnen“ betreibt. Die Aktivitäten, mit denen er in Zeiten von Corona sein Geschäft nicht nur aufrechterhalten, sondern auch vorangetrieben hatte, standen im Fokus des Interviews.

Und die beeindruckten offensichtlich nicht nur Biasio, sondern auch die vielen digitalen Zuschauer, die sich per Livestream zum „eCommerce-Tag“ des Landeswirtschaftsministeriums zugeschaltet hatten. Denn kurz darauf wählten sie Homann zum „Helden des Handels“, in einer digitalen Abstimmung zwischen dem Dülmener und der Betreiberin eines Kindermodegeschäfts in Schmallenberg, die ihre Boutique während der Pandemie professionell digitalisiert hatte. 55 Prozent wählten den Dülmener - kein schlechtes Ergebnis bei dieser Konkurrenz.

Preisträger aus 90 Vorschlägen

Mit insgesamt 30.000 Euro war der vom Ministerium in Düsseldorf vergebene Preis dotiert, 2.000 Euro gingen an den Sieger. Keine niedrige Summe, denn ursprünglich hatten knapp 90 Händler ihren Hut in den Ring geworfen. Eine vom Handelsverband NRW zusammengestellte Jury hatte dann eine Top Ten erstellt und daraus die besten zwei gewählt. Am Ende hatte Homann die Nase vorn.

Vier Punkte hatte der Dülmener genannt, nachdem ihn Moderatorin Biasio nach seinen Ideen und deren Umsetzung während der Pandemie gefragt hatte: die konsequente Durchnummerierung seiner Artikel. Die Ausgabe von Treuegutscheinen, die nach dem Lockdown ihren Wert steigern und mit denen er allein 18.500 Euro umgesetzt habe. Die Präsenz im Privatfernsehen und die Gründung des Labels „Lebensfreude by...“, das inzwischen in mehr als einem halben Dutzend Standorten in Nordrhein-Westfalen und Bayern vertreten ist und Artikel vor allem für Gehandicapte und ältere Menschen anbietet.

„Neue Herausforderungen. Erkennen, Machen, Meistern“ lautete das Motto, unter das das Wirtschaftsministerium in Zeiten von Corona seinen „eCommerce-Tag“ in Hilden gestellt hatte. Alle knapp 90 Anwärter, so führte Minister Andreas Pinkwart vor der Abstimmung aus, hätten „unternehmerische Begeisterungsfähigkeit und Mut“ bewiesen. Und: „Es ist interessant zu sehen, welche Idee Menschen haben und was sie leisten, um sie umzusetzen.“
Zwei davon, so ergänzte Camilla Biasio kurz darauf, hätten „ganz besonders hervorgestochen, weil sie sehr innovativ waren“ - Bernd Homann und seine Konkurrentin aus Schmallenberg.

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