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Impfen in den Dülmener Apotheker

Erst schulen, dann piksen

Dülmen

Damit künftig in Dülmen in Apotheken geimpft werden kann, müssen die Apotheker erst einmal an die Theorie: So finden momentan entsprechende Schulungen statt. Aber längst nicht jede Apotheke wird ein Impfangebot machen können.

Von Tatjana Thüner

Dr. Wolfgang F. Graute und Grazia Niehues, Inhaber beziehungsweise Filialleiterin der Adler-Apotheke, demonstrieren, wie hier bald in einem kleinen Nebenraum die Impfungen ablaufen könnten.
Foto: Thüner

Impfstellen, Ärzte und bald auch Apotheken: In Zukunft werden impfwillige noch einige Anlaufstellen mehr haben - und das auch in Dülmen.

Doch damit das Ganze in der Praxis möglich wird, müssen die Apotheker erst einmal an die Theorie: „Um impfen zu können, müssen Online-Schulungen und Selbststudium absolviert und natürlich auch das Impfen in der Theorie erlernt werden“, erklärt Dr. Wolfgang F. Graute, Inhaber dreier Apotheken in der Stadt.

Auch in seinen Apotheken (Tiber, Adler, Wildpferd) würden einige Mitarbeiter die Schulungen besuchen. Die Möglichkeit zum Impfen hätten allerdings nur Apotheker, wie Graute erläutert, nicht etwa sonstiges Apothekenpersonal. Da die Weiterbildungsmaßnahmen rund zehn bis zwölf Stunden Zeit in Anspruch nehmen, müsse der Ablauf gut organisiert sein.

Nicht alle können die Vorgaben erfüllen

Doch die entsprechende Schulung sei nicht die einzige Anforderung an die Apotheken. „Um Impfangebote machen zu können, muss auch der Platz hierfür in der Apotheke vorhanden sein. Offizielle Voraussetzung ist dabei zum Beispiel ein separater Raum“, erläutert Dr. Alexandra Saimeh, Inhaberin der Apotheke am Spieker in Buldern. Sowohl sie als auch die Dorotheen-Apotheke gaben bei einer DZ-Rundfrage an, aufgrund fehlender Voraussetzungen keine Impfungen anbieten zu können.

Was Dr. Saimeh dabei noch einmal besonders betont: „Es ist nicht die Unwilligkeit der Apotheken, die dazu führt, dass keine Impfungen angeboten werden. Oft ist es in den Apotheken zum Beispiel aufgrund der Größe schlichtweg nicht möglich zu impfen.“

Fehlenden Platz für die Impfungen verzeichnet auch Barbara Schmitt, Inhaberin der Markt-Apotheke. „Einige meiner Mitarbeiter arbeiten aber im Impfzentrum am Krankenhaus. Wir sind also mehr oder weniger ein Team. Sozusagen eine Konkurrenz direkt nebenan zu schaffen, halte ich nicht für sinnvoll“, berichtet sie.

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