Unbekannte reißen etwa 50 gerade gepflanzte Bäume heraus

Erneut Ärger in den Börnster Alpen

Dülmen. Revierleiter Klaus Benze ist fassunglos: Unbekannte haben in den Börnster Alpen etwa 50 gerade gepflanzte Bäume herausgerissen.

Kristina Kerstan

Herausgerissene Bäume und deutliche Reifenspuren im Untergrund: Dieser Anblick bot sich Revierleiter Klaus Benze in den Börnster Alpen. Foto: privat

Eigentlich wollte Klaus Benze in den Börnster Alpen nur mal nach dem Rechten sehen. Nur: „In der Einfahrt kam mir ein Motorradfahrer entgegen, der, als er mich sah, gleich sein Nummernschild hochklappte und flüchtete“, berichtet der Revierleiter vom Landesbetrieb Wald und Holz. „Anscheinend war das nicht seine erste Begegnung dieser Art.“ Doch erst als er in den Wald ging, sah Benze die komplette Bescherung: Unbekannte hatten hier rund 50 junge Buchen und Eichen einfach herausgerissen. Bäume, die gepflanzt worden waren, nachdem der hier illegal angelegte Offroad-Parcours eingeebnet worden war.

Zur Erinnerung: Ende Januar hatte Benze in der Dülmener Zeitung angekündigt, dass die über Jahre hinweg angelegte Strecke, ein Paradies für Mountainbikes, Geländemotorräder und stollenbereifte Quads, in den Börnster Alpen (ein Gelände in Privatbesitz) eingeebnet werden soll. Sprungschanzen oder Steilkurven waren illegal angelegt worden. Sehr zum Schaden des Waldes, wo alte Autoreifen, Schaumstoffmatten und Müll herumlagen oder Nägel in Baumstämme geschlagen worden waren.

Nach Jahrzehnten mit Gesprächen mit vielen Nutzern hatte der Förster zuletzt keine Hoffnung mehr, die Sache noch irgendwie gütlich regeln zu können. Zumal gerade in der Pandemie die Besucherfrequenz noch weiter stieg - ebenso wie die Umweltzerstörung. Daher wurde der Parcours schließlich eingeebnet, gefährliche Gruben mit Waldboden aufgefüllt.

Vor allem jedoch stand die Aufforstung an. Der Waldbesitzer habe vor rund zwei Wochen 100 Buchen und Eichen auf den jetzt freien Stellen pflanzen lassen, erläutert Benze - und die Hälfte dieser Bäume entdeckte er zu Wochenbeginn herausgerissen auf dem Boden liegend. „Ich habe sie gleich ins Wasser gelegt und werde versuchen sie noch einmal pflanzen lassen“, schildert der Revierleiter.

(Den kompletten Bericht lesen Sie in der Donnerstags-Printausgabe der Dülmener Zeitung sowie im E-Paper.)

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