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Blick zurück in die Zeit des Ersten Weltkrieges

Erinnerungen an das Kriegsgefangenenlager

Hausdülmen

Eine Tafel am Silbersee II  - viel mehr erinnert heute nicht mehr an das einstige Kriegsgefangenlager zwischen Hausdülmen und Sythen. Für ein DZ-Lokalvideo blicken sich Heimatforscher Hans Leipholz  und Lehrer Rudolf Hermanns zurück.

Von Kristina Kerstan

Von 1914 bis 1918 gab es das Kriegsgefangenenlager bei Hausdülmen. Foto: Archiv

Nur noch wenig erinnert heute zwischen Hausdülmen und Sythen an das frühere Krieggefangenlager, das sich im Ersten Weltkrieg hier von 1914 bis 1918 befand. Bis zu 10.000 Gefangene waren in den Baracken untergebracht, neben Franzosen, Russen und Engländern auch Männer aus Belgien oder den osteuropäischen Staaten.

Überreste der Grundrisse von den Gebäuden und die alten Backsteinwege hatte Rudolf Hermanns, damals Lehrer der Johann-Gutenberg-Schule, zusammen mit Schülern 1999 freigelegt - bevor die Quarzwerke mit dem Sandabbau begannen. „Wir waren die erste Schule in NRW, die eine Ausgrabung selbstständig gemacht hat“, erinnert sich Hermanns in einem neuen Lokalvideo des Vereins für Medienarbeit.

Dort kommt auch der Heimatforscher und Kameramann Hans Leipholz zu Wort, der altes Videomaterial und Bilder vom Lager in Archiven aufgespürt hat. Heute erinnert eine Tafel am Silbersee II an das frühere Gefangenenlager.

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