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Zahl der Fälle in Dülmen ist überschaubar

Ein Leben auf der Straße verhindern

Dülmen

Während bundesweit geschätzt 45.000 Menschen auf der Straße leben, ist die Zahl in Dülmen nach Einschätzung der Stadt überschaubar. Allerdings ist die Verwaltung auch in dieser Frage vielfältig gefordert.

Von Thomas Aschwer

In der Obdachlosenunterkunft der Stadt am Ostdamm sind derzeit 14 Personen untergebracht. Foto: pah

Das spärliche Hab und Gut in Einkaufstüten verstaut, die schmalen Sitze des Buswartehäuschens als Nachtlager hergerichtet: Obdachlosigkeit ist auch in Dülmen ein sichtbares Thema.

Allerdings mit weniger Betroffenen und so deutlich weniger auffällig im öffentlichen Raum als in großen (Ruhrgebiets-)Städten. „Es muss keiner auf der Straße leben“, sagt zu der Situation am Rande der Innenstadt oder am Bahnhof Herbert Wies (Abteilungsleiter Arbeit, Soziales, Ehrenamt, Senioren) und betont zugleich die Entscheidungsfreiheit der Menschen.

Amtsgericht informiert über Räumungsklagen

Zusammen mit Christoph Noelke (Erster Beigeordneter) und Jürgen Heilken (Abteilungsleiter Ordnungsamt) betont er das erklärte Ziel der Stadt, „Obdachlosigkeit möglichst zu verhindern.“ Unterstützt wird die Verwaltung dabei vom Amtsgericht, das sie verpflichtend über Räumungsklagen informiert.

Geht es ausschließlich um ausstehende Mietzahlungen, kann die Stadt einmalig tätig werden. Allerdings schreibt der Gesetzgeber vor, dass die Hilfe gerechtfertigt sein muss. Allein bei diesem Aspekt wird deutlich, dass die Verwaltung jeden Einzelfall umfassend prüfen und individuell entscheiden muss.

Wie die Betroffenen auf die Hilfsangebote reagieren, welche neue Initiative es im Kreis gibt und wie weit die Pläne für eine neue Unterkunft sind, lesen Sie in der Freitagsausgabe der DZ oder im E-Paper.

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