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Entlassfeier am RvW-Berufskolleg

Ein Jahrgang schreibt Geschichte

Dülmen

Durch die Corona-Pandemie war die Entlassfeier am RvW-Berufskolleg eine besondere Herausforderung. Die Schüler kamen trotz Pandemie-Bedingungen auf tolle Abschlussnoten.

Von Beena Shaikh

In der Rekordzeit von nur wenigen Wochen war die Entlassfeier für die Berufskolleg-Absolventen auf die Beine gestellt worden. Foto: Shaikh

Das war eine Planung in Rekordtempo: Nur etwa vier bis sechs Wochen, schätzt Oberstufenkoordinatorin Christiane Reimer, war Zeit, um die Entlassfeier des Beruflichen Gymnasiums des Richard-von-Weizsäcker-Berufskollegs auf die Beine zu stellen. „Sonst fangen wir damit schon im Februar an“, berichtet sie. Der Festakt war trotzdem gelungen, was auch der musikalischen Begleitung von Singer-Songwriterin Mariana Kaim aus Selm zu verdanken war, die spontan einsprang.

Los ging es mit einem Stück von Künstler Ed Sheeran. In diesem geht es um das Erwachsenwerden - perfekt passend zu dem derzeitigen Lebensabschnitt der Abiturienten. Andächtig lauschten Eltern, Schüler und Lehrer der klaren Stimme und den Gitarrenklängen Mariana Kaims.
Schulleiterin Sabine Neuser blickte anschließend auf turbulente drei Jahre Schulzeit zurück. „Lernen was zu lernen ist“, das ist das Motto, was die Abiturienten sich in diesem Jahr für ihren Abschluss überlegt haben. Neuser griff das Thema auf und betonte, dass sie hoffe, dass alle - die Lehrer - im vergangenen (Corona-) Schuljahr mehr gelernt haben als nur den Schulstoff. Sie lobte die Schüler für ihr Durchhaltevermögen, in einer Zeit, in der es fast nichts anderes als Schule gab. „Nichts, was das Leben schön macht“, bedauerte sie.

Bester Abijahrgang der Schule

Umso erfreulicher sei da die Nachricht, dass der Abiturjahrgang 2021 der beste in der Geschichte des Richard-von-Weizsäcker-Berufskollegs ist. Es gab drei Abiturzeugnisse mit dem Durchschnitt von 1,0 und einige mehr, die auch im Einserbereich lagen. „So gut waren wir noch nie“, freut sich die Schulleitung mit ihren Schülern.

Gekommen, um ihre Glückwünsche auszusprechen waren auch Angelika Seelhorst, stellvertretende Landrätin des Kreises Coesfeld, und Detlev Rathke als stellvertretender Bürgermeister der Stadt Dülmen. Er betonte, dass die Schüler dieses Abiturjahrgangs ganz unfreiwillig Zeitgeschichte geschrieben hätten. „Corona hat ganz neue Spielregeln für die Schule und das Lernen mitgebracht. Aber die Schülerinnen und Schüler haben sich davon nicht unterkriegen lassen“, lobte er. Einen offenen Geist, eine Portion Instinkt und Mut für die Zukunft wünschte er den Schülern im Abschluss seiner Rede.

Auch die Absolventen selbst blickten auf ihre drei Jahre im beruflichen Gymnasium zurück. Da ging es unter anderem um kalte Winter in Klassenräumen, die in Containern untergebracht waren, um Internetprobleme während des Homeschoolings und um eine Abi-Zeit, die so ganz anders ist, als Schüler sie sich vorstellen. Die Rednerinnen und Redner fassten die Zeit so zusammen: „Die Schule war öfter dicht als wir.“

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