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Gericht ist sich sicher

Dülmener tötete eigene Ehefrau

Dülmen. Selbstmord war es nicht, und auch kein unbekannter Dritter, wie es die Verteidigung nahelegt, hat Olesya V. am 19. Juni 2010 umgebracht. Vielmehr zeigte sich die zweite Schwurgerichtskammer vor dem Landgericht Münster überzeugt: Ihr Ehemann, Aleksander V., hat seine Frau getötet, in den Kofferraum seines BMW gelegt und am nächsten Tag, nachdem er seine Frühschicht als Lagerarbeiter abgeleistet hatte, in ein Waldstück bei Hagen gebracht, um die Leiche hier verschwinden zu lassen.

Markus Michalak

Das Gericht hat sein Urteil gesprochen. Foto: Archiv

Fünf Jahre lang ging dieser Plan auf. Der Angeklagte erzählte den beiden gemeinsamen Kindern, der Mutter des Opfers sowie allen Verwandten und Freunden, dass die Mutter ihre Familie im Stich gelassen habe, um mit ihrer russischen Internetbekanntschaft durchzubrennen.

Erst im August 2015 fanden Waldarbeiter zufällig das Skelett der Dülmenerin, als sie hier Rasenschnittarbeiten durchführen wollten.

Laut der Überzeugung der Staatsanwaltschaft soll der gehörnte Ehemann seine Frau zunächst mit einem Stück Stoff stranguliert und später bei Hagen verscharrt haben. Zehn Jahre Haftstrafe hatte die Staatsanwaltschaft für dieses Verbrechen gefordert, sieben Jahre verhängte das Gericht, welches der Version mit dem Stoff-Fetzen nicht folgte.

Bis zur Vollstreckung bleibt der Angeklagte in U-Haft, Revision gegen das Urteil ist noch möglich.

Ausführliche Berichterstattung in der Donnerstagsausgabe der DZ  (Print und E-Paper).

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