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Zugfahrten ins Ruhrgebiet werden bald günstiger

Dülmen gehört ab 1. April 2022 zum VRR-Tarifgebiet

Dülmen

Gute Nachrichten für Bahnpendler: Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr erweitert seinen Tarifkragen um das Stadtgebiet von Dülmen. Jetzt gibt es auch einen Starttermin: Ab dem 1. April 2022 gilt für Fahrten auf der Strecke Münster-Essen dann der günstigere VRR-Tarif.

Ab 1. April 2022 wird gilt auf der Strecke Richtung Essen der VRR-Tarif bereit ab Dülmen und Buldern. Foto: ptp

Dülmen lag bisher am Rande des VRR, weshalb viele Bahnfahrer für den Weg ins Ruhrgebiet zunächst mit dem Pkw nach Sythen gefahren und erst dort in den Zug gestiegen sind. Künftig, also ab dem 1. April 2022,  fahren sie auch von den Bahnhöfen Buldern und Dülmen im VRR-Tarif.

Große Freude bei Stadt und Kreis

„Diesen Wunsch gab es schon lange und ich freue mich sehr, dass es durch die gemeinsamen Bemühungen des Kreises Coesfeld und der Stadt Dülmen und Dank der Unterstützung der politischen Gremien und beteiligten Institutionen gelungen ist, dieses Ziel zu erreichen. Mein herzlicher Dank geht an alle Beteiligten“, betont Bürgermeister Carsten Hövekamp.

Die Aufnahme in den VRR sei ein weiterer Schritt, um das Bahnfahren noch attraktiver zu machen und eine optimale Ergänzung zur derzeitigen Neugestaltung des Dülmener Bahnhofes unter dem Motto „Klimagerecht mobil unterwegs“.

Auch Kreisdirekter Dr. Linus Tepe ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden: „Über die Mitteilung des verbindlichen Starttermins nach der Sitzung des Westfalen-Tarifausschusses habe ich mich sehr gefreut. Viele Pendlerinnen und Pendler im Kreis Coesfeld werden von der neuen Regelung profitieren. Wir setzen damit ein wichtiges Zeichen für mehr Nutzerfreundlichkeit und insbesondere für den Klimaschutz.“

Stadt muss bis 2023 180.000 Euro pro Jahr zahlen

Der Kreis Coesfeld und die Stad Dülmen hatten sich gemeinsam für die Aufnahme in den VRR starkgemacht. Nach einem Antrag der CDU-Fraktion hatte es intensive Gespräche und Verhandlungen mit den beteiligten Gremien und Institutionen gegeben.

Im März hatte die Verbandsversammlung des Zweckverbands Mobilität Münsterland dem Antrag des Kreises Coesfeld zugestimmt, die Erweiterung des Tarifkragens anteilig mitzufinanzieren. Denn für den Nahverkehr Westfalen-Lippe bedeutet die Änderung einen Einnahmeverlust von rund 250.000 Euro pro Jahr.

Der ZVM hat zugesagt, bis maximal zum 31. Dezember 2023 jährlich bis zu 70.000 Euro zu übernehmen. Die restlichen Einnahmeverluste trägt die Stadt Dülmen, die damit bis 2023 erst einmal pro Jahr 180.000 Euro zahlen muss.

VRR-Tarif nur auf einer Strecke

Eine Erweiterung auch um die Bahnstrecke Enschede - Dülmen - Dortmund wird weiterhin geprüft, heißt es in einer Mitteilung der Stadt.

„Es besteht die Hoffnung, dass bis zum Ende der Frist der e-Tarif auch für Abo-Kunden eingeführt sein wird. Dieser macht dann ein grenzenloses Reisen möglich. Für Gelegenheitskunden soll der e-Tarif schon in 2021 an den Start gehen“, so Tepe.

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