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Malermeister Thomas Adamiok kämpft um Azubi

Dülmener Unternehmer: Situation ist nur noch traurig

Dülmen

Die alles entscheidende Frage, warum sich Malermeister Thomas Adamiok so sehr um einen jungen Mann (20) aus dem Kosovo bemüht, ist schnell geklärt. „Wir finden trotz aller Anstrengungen keine Auszubildenden“, betont der Dülmener Unternehmer.

Von Thomas Aschwer

Thomas Adamiok (l.) und sein Sohn Christoph kämpfen bei der Einstellung eines neuen Azubis mit bürokratischen Hürden. Sie machen den Fall öffentlich, um für das Thema zu sensibilisieren.
Thomas Adamiok (l.) und sein Sohn Christoph kämpfen bei der Einstellung eines neuen Azubis mit bürokratischen Hürden. Sie machen den Fall öffentlich, um für das Thema zu sensibilisieren. Foto: Thomas Aschwer

Ein gutes Gespräch hat der Firma eine unerwartete Personalperspektive eröffnet – inklusive unerwarteter bürokratischer Hürden. Thomas Adamiok richtet seinen Blick auf die zahlreichen, bedruckten Seite an der Wand - „alles Aufträge“.

So erfreulich die Nachfrage ist, dem Malerbetrieb geht es wie vielen Handwerkern in der Region. Schwer bis unmöglich sei es, neue Mitarbeiter oder junge Menschen zu finden, die eine Ausbildung machen wollen. Dabei hat die Firma immer jungen Menschen den Einstieg ins Berufsleben ermöglicht, hat auch aktuell einen Azubi. Er soll nicht der einzige Azubi bleiben.

Junger Mann hat keinen Aufenthaltstitel

Lieber heute als morgen würde ein junger Mann (20) bei Thomas Adamiok in die Lehre gehen. Das Problem dabei: Er wohnt im Kosovo, „hat keinen Aufenthaltstitel“, sagt der Firmenchef. Weil das Interesse so groß ist und er bereits als Maler gearbeitet hat, bemüht sich Thomas Adamiok seit Ende Juli darum, die bürokratischen Hürden zu nehmen.

Weil ihn Handwerkskammer und Deutsche Botschaft im Kosovo wiederholt an die jeweils andere Stelle verwiesen haben, er jedoch nicht weiterkommt, geht der Unternehmer in die Öffentlichkeit. Während Politiker öffentlich betonen würden, dass Menschen aus sogenannten Drittstaaten leichter eine Arbeitserlaubnis bekommen sollen, sehe die Realität anders aus.

Wo das konkrete Problem liegt und wie der Unternehmer weiter vorgehen will, lesen Sie in der Freitagsausgabe der DZ und im E-Paper.

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