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Gerresheim-Figur am Anna-Katharinenstift aufgestellt

Die Selige aus Bronze

Dülmen

Der Düsseldorfer Künstler Bert Gerresheim hat für das Anna-Katharinenstift eine lebensgroße Figur der seligen Anna Katharina Emmerick geschaffen. Er war dabei, als die Figur aufgestellt wurde - wobei ihr genaues Aussehen noch geheim ist.

 Von Kristina Kerstan

Künstler Bert Gerresheim war dabei, als jetzt vor dem Eingang des Anna-Katharinenstiftes Karthaus seine Bronzefigur der Namensgeberin Anna Katharina Emmerick aufgestellt wurde.
Foto: Kristina Kerstan

Erst kommt die Folie weg, dann die dicke Decke. Bleibt noch das weiße Tuch. „Das Gespenst der Karthaus“, sagt Bert Gerresheim schmunzelnd. Schließlich fällt auch der letzte Vorhang - und erstmals ist die Figur der Anna Katharina Emmerick in ihrer ganzen Pracht zu sehen.


Aber nur kurz. Dann wird die Bronze auch schon wieder abgedeckt. Denn offiziell enthüllt werden soll die Gerresheim-Figur erst am kommenden Samstag, 19. Juni. Dann feiert das Stift bei einem Festakt sein 100-jähriges Bestehen.


Figur wird erst bei Festakt enthüllt


Eingeladen dazu ist auch Bert Gerresheim, der bekannte Bildhauer aus Düsseldorf. Sein Name kam Hausseelsorger Ferdi Schilles sofort in den Sinn, als ein Künstler für die Emmerick-Skulptur gesucht wurde.


Ob er lange überlegen musste, diesen Auftrag anzunehmen? Nein, sagt Bert Gerresheim sofort. „Das war ein Geschenk.“ Nur zu gern schuf der für das Stift eine Figur der Namensgeberin. „Als Bildhauer habe ich eine Neigung zu Persönlichkeiten, die in Bildern leben oder bildhaft sind.“ Und dazu zähle die Emmerick.



„Respektvoll Rücksicht genommen auf das Image, das sie hat“




1,80 Meter misst die patinierte Bronze der Seligen, inklusive Sockel mit Emmerick-Signatur. Die Mystikerin hat Gerresheim als Halbfigur dargestellt. Leicht nach vorne geneigt, hält sie in ihren Händen sowohl das Coesfelder Kreuz als auch ihr Nähzeug (die Emmerick war gelernte Näherin, gleichzeitig ein schöner Verweis auf die Näherei der Karthaus).




Die Selige erscheint sitzend, in ihrem Rücken hat Gerresheim die Anfänge ihres bekannten Korbbettes dargestellt. Mit Wachs, so verrät der Künstler, habe er den äußerst realistischen Faltenwurf des Gewandes an seinem Modell herausgearbeitet. Er habe „respektvoll Rücksicht genommen auf das Image, das sie hat“, beschreibt es Gerresheim.

Mehr über die Figur sowie ein Interview dazu, warum die Emmerick die passende Namensgeberin für das Stift ist, lesen Sie in der DZ-Ausgabe von Samstag.

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