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So geht es weiter mit den Bürgertests

Die komplizierte Drei-Euro-Frage

Dülmen

Wohl alle Betreiber von Teststationen werden ihr Angebot auch nach Ende der kostenlosen Bürgertests aufrecht erhalten, zeigt eine DZ-Rundfrage. Allerdings ist es künftig recht kompliziert, wer kostenlos einen Test bekommt und wer drei Euro zahlt.

Von Kristina Kerstan

Ab 1. Juli sind Bürgertest nicht mehr für alle kostenlos. Wer was zahlt, ist jedoch kompliziert. Foto: dpa

Die 17 Seiten aus Berlin haben den DRK-Kreisverband am Freitagabend um genau 20.36 Uhr erreicht. Der Inhalt: Ein Entwurf (endgültig beschlossen ist noch nichts) für die neue Corona-Teststrategie. Umzusetzen bis zum 1. Juli, also bis zum kommenden Freitag. Oder, um es mit den Worten von DRK-Kreisvorstand Christoph Schlütermann zu sagen: Die 17 Seiten bedeuten eine „riesige bürokratische Aufgabe“.

Denn Ende Juni geht die Zeit der kostenlosen Corona-Schnelltests, die jeder jederzeit machen konnte, zu Ende. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hatte angekündigt, dass die Bürgertests ab dann drei Euro kosten sollen. Hört sich erst einmal einfach an - ist es aber nicht, wie Schlütermann nach der Lektüre des Entwurfes erläutert.

Kostenlose oder vergünstigte Tests  für acht Gruppen

Denn künftig gibt es insgesamt acht Gruppen von Personen, für die es entweder weiter kostenlose oder eben vergünstigte Tests für drei Euro geben soll. Das Problem: Ob jemand zu diesen Gruppen gehört, sollen die Tester vor Ort prüfen - denen man damit jede Menge Mehraufwand zumutet.

Laut Entwurf müsste etwa glaubhaft gemacht werden, dass man am selben Tag etwa noch seine Großeltern besucht oder aber ein Konzert. Letzteres lässt sich vielleicht mit einer Eintrittskarte noch gut nachweisen - bei ersterem sieht es schon anders aus.

Wer nicht zu den acht Gruppen gehört, der müsse, so Schlütermann, seinen Schnelltest (also wenn dieser ohne Anlass und ohne Symptome gemacht wird) komplett selbst zahlen. Beim DRK werden das wohl 9,50 Euro sein. Wobei der Kreisvorstand sich sicher ist: „Die allermeisten werden wohl einen Weg finden, um unter die acht Gruppen zu fallen.“

Wer zu den acht Gruppen gehört und wie es mit den anderen Teststationen in Dülmen weitergeht, das lesen Sie in der DZ von Dienstag.

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