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Die Stadt Dülmen testet selbstpressende Solarpapierkörbe

Der talentierte Mr. Fill

Dülmen

Selbstpressende Solarpapierkörbe, kurz Mr. Fill genannt, testet die Stadt Dülmen ab sofort in der Innenstadt. An drei Standorten wurden die Geräte jetzt aufgestellt. Was sich die Verwaltung davon verspricht, lesen Sie hier.

Der städtische Baubetriebshof, hier Mitarbeiter Luigi Gojani, hat Mr. Fill am Montag an drei Standorten in der Innenstadt aufgestellt. Foto: Stadt Dülmen/Siemes

Mr. Fill ist neu in der Stadt. Er kennt bislang nur den Königs- und den Marktplatz. Dort zieht er neugierige Blicke auf sich: Die Menschen merken, wenn jemand Neues in der Stadt ist.

Dabei hat Mr. Fill nur das Beste im Sinn. Er möchte helfen, die Stadt sauber zu halten und die Umwelt zu schonen. Solarenergie findet er dabei besonders praktisch. Oftmals sind die Menschen aber verwundert, wenn sie seinen Namen hören. Dabei klingt Mr. Fill doch so viel besser als „selbstpressender Solarpapierkorb“. Denn genau genommen handelt es sich bei Mr. Fill um genau so ein Gerät.

Testgeräte an drei Standorten aufgebaut

Seit dieser Woche testet die Stadt Dülmen diese Papierkörbe. Sie stehen an drei Standorten in der Innenstadt: auf dem Königsplatz in Höhe der Sonnenapotheke und rund um den Marktplatz vor den Geschäften Vodafone und Adam & Eva. Die Abfallbehälter verschließen geruchsdicht, pressen den Müll zusammen und fassen somit bis zu 600 Liter - ein Vielfaches mehr als die anderen Behälter in der Innenstadt.

Und es gibt nach Angaben der Stadt einen weiteren Vorteil: Da der Müll zusammengedrückt wird, besteht nicht die Gefahr, dass Verpackungen oder Ähnliches den Behälter verstopfen. Gerade in den Sommermonaten sei es rund um den Marktplatz trotz täglicher Leerung teilweise zu überfüllten Mülleimern gekommen.

Die Sonne sorgt für Energie

Und was hat die Sonne jetzt damit zu tun? Mr. Fill verfügt über Solarzellen, die bei Tageslicht die Presse mit Energie versorgen. Eine zusätzliche Stromzufuhr ist nicht erforderlich. Zudem meldet der Behälter eigenständig, wie voll er ist. Die Stadt kann somit kontrollieren, wann Leerungen notwendig sind.

Übrigens: Da es sich um ein geschlossenes System handelt, soll Mr. Fill auch deutlich weniger riechen als offene Mülleimer-Systeme. Ein integrierter Aschenbecher mit separater Sammelbox ist für Zigarettenkippen vorgesehen.

Testphase läuft über ein Jahr

Für die Testphase hat die Stadt zunächst die drei Geräte für eine Dauer von einem Jahr gemietet. „Im Herbst kommen noch drei weitere Geräte eines zweiten Anbieters hinzu. Diese möchten wir in der Rathausgasse, auf dem Overbergplatz und in der Marktstraße aufstellen“, erklärt Nils Zellhorn von der Stadt Dülmen.

Nach Ablauf der jeweiligen Testreihen wird dann entschieden, ob die Geräte dauerhaft gekauft oder zurückgegeben werden.

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