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DZ-Praktikant Nico Dienst berichtet von seinem Alltag in der Pandemie

Der Tag im Homeschooling

Schon seit März 2020 hat Nico Dienst Homeschooling. Zwar mit Unterbrechungen in Form von Wechselunterricht, aber sein Alltag hat sich seitdem maßgeblich verändert. Ein Praktikum macht er gerade trotzdem- und zwar in der DZ-Redaktion. Hier erzählt er nun in einem ganz persönlichen Bericht, wie sein Leben momentan aussieht. Steht er trotzdem morgens früh auf? Zieht er sich um, wenn er am Rechner sitzt? Hat er Gründe, das Haus überhaupt zu verlassen?

AvD-Schüler Nico Dienst ist seit März 2020 im Homeschooling - mit Unterbrechungen. Foto: Beena Shaikh

6.30 Uhr: Ich stehe, wie an einem „gewöhnlichen“ Schultag auf. Anders als an normalen Schultagen lasse ich mir jedoch mehr Zeit mit dem Frühstück, im Bad und bleibe vielleicht auch ein wenig länger im Bett liegen.

Kurz vor 8 Uhr: Gemeinsam telefoniere ich mit meinen Freunden, die in der gleichen Gruppe wie ich sind (die Klasse wurde schließlich in zwei Gruppen aufgeteilt). Wir telefonieren über verschiedene Apps, sodass wir uns auch am PC dazu schalten können, meist über „Discord“. Wir sprechen darüber, was wir nach der ersten Videokonferenz zusammen erarbeiten könnten. Daher checken wir über „Logineo“, welche Aufgaben uns in anderen Fächern gestellt wurden und bis wann wir diese zu erledigen haben.

Jede Stunde ein festes Fach

In der Schule würden wir wohl auch über den Tag sprechen und auch darüber, was für Fächer anstehen. Doch selbst Aufgaben einteilen müssen wir in der Schule nicht, diese gibt uns der Lehrer und es steht jede Stunde ein festes Fach an. Dass wir uns die selbst einteilen müssen, führte schon häufig dazu, dass wir mal vergessen, die Bearbeitung zur gewünschten Zeit durch eine Abgabefunktion einzureichen. Oder es gab Zeitstress, da wir erst Aufgaben gemacht haben, die wir eigentlich zu einem späteren Zeitpunkt hätten abgeben müssen.

9.30 Uhr: Ich habe das Glück, mit meinen Freunden die Aufgaben erledigen zu können. Kinder, die vielleicht auch vor dem Onlineunterricht wenig soziale Kontakte hatten und schon froh waren, in der Schule mit jemanden sprechen zu können, werden Zuhause nur noch mehr allein gelassen. Selbst bemerke ich auch, dass der Kontakt zu einigen meiner eigentlichen Freunde weniger wird. So oft telefoniert man dann doch wohl doch nicht.

Ein konzentriertes Arbeiten ist allerdings oft mit anderen dann nicht möglich. Man lenkt sich ab und erzählt einem dann vielleicht etwas anderes. Aber auch allein lenkt man sich durch die elektrischen Geräte wie Handy, PC, den neuen für die Schule selbst angeschafften Tablets ab. In der Schule kann man ja nur arbeiten, was natürlich auch sinnvoller ist, und hat nur die Pausen um etwas anderes zu machen.

Mehr über Nico Diensts Tag lesen Sie in der morgigen Printausgabe der DZ und im E-Paper.

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