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Zu Besuch im Keller des Anna-Katharinenstiftes

Anruf aus dem Untergrund

Dülmen

Viel Technik und noch mehr Geschichte: Das verbirgt sich im Keller des Anna-Katharinenstiftes, den die DZ im Rahmen der Keller-Serie besucht hat. Warum dort in einem Raum ein geordnetes Kabelwirrwarr herrscht, lesen Sie hier.

Von Kristina Kerstan

Kabelwirrwarr - aber mit Ordnung: Die Telefonzentrale des Anna-Katharinenstiftes. Foto: Kerstan

Das Herzstück schlägt im Keller. Zumindest das der Telefonanlage des Anna-Katharinenstiftes. Norbert Zoels hat nicht zu viel versprochen, als er den kleinen schmalen Raum aufschließt. An der Wand gegenüber der Tür: vermutlich mehrere Kilometer Kabel. Dazu Dutzende Exemplare einer Art Steckleiste, verteilt auf elf Säulen.

Die Beschriftung der Leisten, etwa „1OG Nordflügel“ oder „Tel. Zentrale Pforte“ geben einen guten Hinweis, wohin welcher Anschluss wohl führen mag. Wobei, als Zoels von „Herzstück“ sprach, meinte er ausdrücklich nicht dieses geordnete Kabelwirrwarr. Sondern einen schlichten grauen Kasten links daneben - den Daks.

Vom Hausnotruf bis zur Telefonzentrale

Der dafür sorgt, dass alle Anrufe richtig weitergeleitet werden. Das aktuelle Exemplar ist noch ziemlich neu. Und wird gerade aus der Ferne gewartet, stellt der Technische Leiter mit einem Blick auf den Computerbildschirm fest.

Dass er es ist, der an diesem Tag durch den Keller des Anna-Katharinenstiftes führt, passt. Denn von Heizung über Hausnotruf und Aufzuganlagen bis eben zur Telefonzentrale - im Untergeschoss ist mehr als nur ein bisschen der Technik untergebracht, die für den reibungslosen Ablauf in den Wohngruppen darüber notwendig ist.

Gebäude mit fast 200 Jahren Geschichte

Wobei die heute weiß getünchten Wände in ihren knapp 200 Jahren (1921 zog das Stift in das 80 Jahre zuvor als Zuckerfabrik erbaute Gebäude ein) so einiges mehr gesehen haben. Denn hier wurde gelacht und gearbeitet. Gebetet und gebangt. Genäht und gearbeitet. Geschreddert. Geschwommen. Und eben telefoniert.

Von dieser bewegten Historie ist heute jedoch kaum mehr etwas zu sehen. Trotzdem: Im Keller des Stiftes gibt es so einiges zu entdecken, bis hin zu einem Schwimmbad. Die ausführliche Reportage lesen Sie in der DZ-Ausgabe vom Wochenende.

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