Börse in Frankfurt
Dax zieht an - US-Arbeitsmarktdaten beflügeln

Frankfurt/Main (dpa) - Am deutschen Aktienmarkt haben sich am Donnerstag wieder die Konjunkturoptimisten durchgesetzt.

Donnerstag, 02.07.2020, 20:34 Uhr aktualisiert: 02.07.2020, 20:36 Uhr
Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland.
Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Foto: Fredrik von Erichsen

Angespornt wurden die Investoren dabei von vielversprechenden Arbeitsmarktdaten aus den USA. Der Dax ging in der Folge mit einem Aufschlag von 2,84 Prozent auf 12.608,46 Punkte aus dem Handel.

Mit einem Tageshoch bei rund 12.658 Punkten hatte der deutsche Leitindex zeitweise das höchste Niveau seit dem 10. Juni erklommen. Für den MDax der mittelgroßen Börsenwerte ging es um 2,10 Prozent auf 26.627,46 Zähler nach oben.

Mit einem Aufbau von 4,8 Millionen Stellen außerhalb der Landwirtschaft war in den USA die Beschäftigung im Juni weiter gestiegen und hatte erneut etwas von dem starken Einbruch in der Corona-Krise wettgemacht. Die Arbeitslosenquote sank den zweiten Monat in Folge deutlich.

Unter den Einzelwerten waren am Donnerstag an der Frankfurter Börse vor allem die Verlierer des bisherigen Börsenjahres besonders gefragt. Tagessieger im MDax wurden die Metro-Papiere mit einem Plus von gut 6 Prozent, auch Thyssenkrupp holten einen Teil ihrer noch immer hohen Jahresverluste mit einem Zuwachs von knapp 6 Prozent auf.

Ermutigende Aussagen des Grenke-Managements zum Neugeschäft im Juni ließen den Kurs des Finanzdienstleisters um rund zweieinhalb Prozent steigen. Aktien des Online-Händlers Zalando stellten nach einer Kaufempfehlung durch Mainfirst einen neuen Rekord bei 66,10 Euro auf, sie schlossen mit einem Plus von rund viereinhalb Prozent bei 65,90 Euro.

In den hinteren Börsenreihen schossen die Jenoptik-Papiere nach der Ankündigung einer Übernahme mit rund elfeinhalb Prozent Plus an die SDax-Spitze. Der Technologiekonzern verleibt sich in zwei Schritten das Hamburger Unternehmen Trioptics ein, einen Anbieter von Mess- und Fertigungssystemen für optische Komponenten und Sensoren der digitalen Welt.

Die Papiere des insolventen Zahlungsdienstleisters Wirecard setzten im Dax mit einem deutlichen Abschlag von 35,42 Prozent auf 3,10 Euro ihre seit Tagen üblichen Kurskapriolen fort. Hier belasteten auch der Rückzug des Discounters Aldi Süd, der seine Zusammenarbeit mit Wirecard zugunsten eines Konkurrenten deutlich einschränkt, und die Beendigung der Partnerschaft durch den japanischen Technologiekonzern Softbank.

Der EuroStoxx 50 schloss um 2,84 Prozent höher bei 3320,09 Punkten. Der Cac 40 in Paris verbuchte ein Plus von rund zweieinhalb Prozent, während der FTSE 100 in London etwas weniger deutlich zulegen konnte. In New York stand der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss um knapp ein Prozent höher.

Der Euro gab nach dem Sprung über die Marke von 1,13 US-Dollar wieder nach und kostete zuletzt 1,1232 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1286 (Mittwoch: 1,1200) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8861 (0,8929) Euro gekostet.

Am deutschen Anleihemarkt sank der Rentenindex Rex um 0,08 Prozent auf 144,86 Punkte. Die Umlaufrendite stieg von minus 0,45 Prozent am Vortag auf minus 0,42 Prozent. Der Bund-Future gewann 0,35 Prozent auf 175,92 Punkte.

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