Treibstoff aus Abfallfetten
Lufthansa und Swiss fliegen ab San Francisco mit Öko-Sprit

Die Luftfahrt hat bislang Probleme, ihre Klimabilanz zu verbessern. Nun macht die Lufthansa einen ersten Schritt - mit Flugbenzin aus Raffinerie-Abfällen.

Dienstag, 07.01.2020, 11:14 Uhr aktualisiert: 07.01.2020, 11:16 Uhr
Lufthansa-Flugzeuge in Frankfurt: Die Luftfahrt trägt etwas weniger als drei Prozent zum weltweiten CO2-Ausstoß bei und hat bislang Probleme, ihre Klimabilanz zu verbessern.
Lufthansa-Flugzeuge in Frankfurt: Die Luftfahrt trägt etwas weniger als drei Prozent zum weltweiten CO2-Ausstoß bei und hat bislang Probleme, ihre Klimabilanz zu verbessern. Foto: Silas Stein

Hamburg/Frankfurt (dpa) - Die Lufthansa und ihre Tochtergesellschaft Swiss werden künftig am Flughafen San Francisco nachhaltigen Treibstoff für die Flüge nach Frankfurt, München und Zürich tanken.

Der Energiekonzern Shell und der nordamerikanische Biokraftstoff-Anbieter World Energy haben eine langfristige Kooperation zur Entwicklung der Versorgung mit nachhaltigem Flugtreibstoff abgeschlossen, teilte die deutsche Shell-Organisation am Dienstag in Hamburg mit.

Der Liefervertrag an die Lufthansa Group in San Francisco mit einem Volumen von 3,8 Millionen Litern sei einer der bedeutendsten weltweit in diesem Segment. Es handelt sich um Treibstoff aus landwirtschaftlichen Abfallfetten und -ölen aus einer Raffinerie von World Energy in Kalifornien. Davon werden bis zu 30 Prozent dem herkömmlichen Kerosin beigemischt.

Die Luftfahrt trägt etwas weniger als drei Prozent zum weltweiten CO2-Ausstoß bei und hat bislang Probleme, ihre Klimabilanz zu verbessern. Sie setzt vor allem auf sparsamere Triebwerke und Ausgleichsmaßnahmen. Die Entwicklung nachhaltiger synthetischer Kraftstoffe und der Absatz stecken noch in den Kinderschuhen, eine marktreife Lösung ist nicht in Sicht.

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