Gespräche am 16. Januar
Gewerkschaft Ufo fordert Mediation im Streit mit Lufthansa

Lufthansa und Ufo liegen seit längerem im Clinch. Dabei geht es nicht nur um Tariffragen, sondern auch um die Anerkennung der Ufo als Gewerkschaft.

Montag, 06.01.2020, 11:57 Uhr aktualisiert: 06.01.2020, 12:00 Uhr
Über den Jahreswechsel waren wegen eines dreitägigen Streiks der Flugbegleiter bei der Lufthansa-Tochter Germanwings etwa 200 Flüge ausgefallen.
Über den Jahreswechsel waren wegen eines dreitägigen Streiks der Flugbegleiter bei der Lufthansa-Tochter Germanwings etwa 200 Flüge ausgefallen. Foto: Marcel Kusch

Frankfurt/Main (dpa) - Nach der jüngsten Streikrunde setzt die Flugbegleitergewerkschaft Ufo im Tarifkonflikt mit der Lufthansa vorerst wieder auf Gespräche.

ach dem Willen der Gewerkschaft soll bei einem Termin am 16. Januar eine umfassende Mediation zu verschiedenen Themen angestrebt werden. Solange eine solche Mediation läuft, will Ufo «in den kommenden Wochen (...) freiwillig auf Streiks verzichten», wie die Gewerkschaft am Montag in einer Mitteilung an ihre Mitglieder ankündigte.

Nach Ansicht der Ufo wäre eine Schlichtung zum jetzigen Zeitpunkt zu eng begrenzt auf einzelne Tarifthemen. Die Gewerkschaft verlangt darüber hinaus unter anderem eine Rücknahme von Kündigungen und Klagen gegen frühere und aktuelle Vorstandsmitglieder sowie eine Aufarbeitung des Dauerkonflikts.

Außerdem will die Gewerkschaft erreichen, dass eigenständige Lösungen für die Lufthansa-Töchter ermöglicht werden. Auf einer solchen Basis könnte nach Ansicht von Ufo «danach eine Tarifschlichtung sinnvoll durchgeführt werden».

Die Lufthansa teilte mit: «Wir freuen uns, dass der Termin am 16. Januar für weitere Gespräche seitens Ufo bestätigt wurde. Lufthansa erwartet weiterhin, dass es in diesem Rahmen zu guten Lösungen und Perspektiven für die rund 22.000 Kabinenmitarbeiterinnen und -mitarbeiter kommt.

Unser Ziel ist es daher nach wie vor, gemeinsam mit Ufo und den Schlichtern in die große Schlichtung zu gehen.» Alle weiteren nicht tariflichen Themen sollen nach Lufthansa-Vorstellung «parallel dazu in getrennten Verfahren» behandelt werden.

Über den Jahreswechsel waren wegen eines dreitägigen Streiks der Flugbegleiter bei der Lufthansa-Tochter Germanwings etwa 200 Flüge ausgefallen. Zuvor hatte es bereits einen Warnstreik bei vier Lufthansa-Töchtern sowie einen zweitägigen Streik bei der Kerngesellschaft Lufthansa gegeben.

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