Für ausgewogene Diskussion
VW-Chef Müller beklagt «Kampagne» gegen Dieselmotor

Zürich (dpa) - Volkswagen-Konzernchef Matthias Müller sieht in der Diskussion um Fahrverbote und den Schadstoffausstoß von Dieselfahrzeugen eine Kampagne.

Freitag, 21.07.2017, 12:20 Uhr

Volkswagen-Konzernchef Matthias Müller.
Volkswagen-Konzernchef Matthias Müller. Foto: Rainer Jensen

«Die gegen den Dieselmotor laufende Kampagne ist heftig, der Marktanteil des Diesels rückläufig», sagte der VW-Vorstandschef der «Neuen Zürcher Zeitung» (Freitag). «Doch man tut dem Diesel unrecht. Ich plädiere für eine sachliche, ausgewogene Diskussion.» Die neuesten Diesel-Generationen seien «sehr gut», vor allem beim Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxid-Gases (CO2).

Seit Monaten suchen deutsche Großstädte nach Lösungen, wie sie die Schadstoffbelastung mit den gesundheitsgefährdenden Stickoxiden auf ihren Straßen reduzieren können. In Stuttgart und München drohen insbesondere älteren Diesel-Autos Fahrverbote. In Europa müssen die Autobauer allerdings den CO2-Ausstoß ihrer Fahrzeugflotten in den kommenden Jahren deutlich senken. Ansonsten drohen ihnen wegen EU-Regeln deutliche Strafen.

«Die Realisierung wird sehr hart», gab Müller zu. Die Dieselmotoren verbrauchen pro gefahrenem Kilometer tendenziell weniger Kraftstoff und stoßen daher auch weniger CO2 aus - so sollen sie bei der Reduktion der Flottenemissionen helfen. Allerdings geht der Trend auch bei Dieselfahrzeugen zu größeren, schwereren Autos mit immer mehr Pferdestärken und dementsprechend höherem Verbrauch.

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