Gesundheit
Mers-Virus breitet sich weiter aus

Kairo (dpa) - Das tödliche Coronavirus Mers ist nun erstmals auch in Ägypten nachgewiesen worden. Der infizierte Mann sei gerade erst aus Saudi-Arabien zurückgekehrt, berichteten staatliche Medien.

Sonntag, 27.04.2014, 13:39 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 27.04.2014, 13:33 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 27.04.2014, 13:39 Uhr

Mit großer Sorge beobachten Experten, wie sich der Erreger Mers-CoV (Middle East Respiratory Syndrome Coronavirus) in den arabischen Ländern ausbreitet, besonders in Saudi-Arabien .

Dort stieg am Wochenende die Zahl der Toten weiter an: Am Sonntag hatte das Gesundheitsministerium in Riad 94 Todesfälle registriert, sieben mehr als noch am Freitag. Die Zahl der Infektionen lag in dem Königreich demnach bei 323. Die Generaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation ( WHO ) Margaret Chan hatte im vergangenen Jahr den Erreger als «eine Gefahr für die ganze Welt bezeichnet». Er kann zu Nierenversagen und schwerer Lungenentzündung führen.

Wissenschaftler konnten nachweisen, dass das Mers-Virus bei etlichen Kamelen Saudi-Arabiens zu finden ist und dass es bei den Tieren schon seit mindestens zwei Jahrzehnten kursiert. Bei 75 Prozent der aktuellen Fälle handelt es sich nach WHO-Einschätzung aber um eine Ansteckung von Mensch zu Mensch. Oftmals hätten sich zum Beispiel Mitarbeiter im Gesundheitssektor angesteckt.

Am Sars-Erreger, der ebenfalls zu den Coronaviren zählt, waren vor zehn Jahren rund 800 Menschen gestorben. Mers gilt zwar als weniger ansteckend, führt aber häufiger zum Tode.

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