Corona-Krise
Lisa Maria Potthoff über das seltene Glück der Langeweile

Und plötzlich war da ganz viel Zeit: Die Corona-Entschleunigung hat Lisa Maria Potthoff und ihren Kindern ein ganz neues Lebensgefühl beschert.

Montag, 03.08.2020, 14:14 Uhr aktualisiert: 03.08.2020, 14:16 Uhr
Lisa Maria Potthoff hat mit ihren Kindern das Nichtstun genossen.
Lisa Maria Potthoff hat mit ihren Kindern das Nichtstun genossen. Foto: Ursula Düren

München (dpa) - Die Corona-Krise hat den Kindern von Schauspielerin Lisa Maria Potthoff nach ihrer Beobachtung ein sehr seltenes Erlebnis beschert: sich mal zu langweilen.

«Das größte Bildungspotenzial, das Corona für meine Kinder hatte, war der Umgang mit Langeweile», sagte die 42-Jährige («Skylines») der Deutschen Presse-Agentur. «Ich fand das schön, dass der Tag in seiner Unendlichkeit vor ihnen lag. Wir hatten gutes Wetter, ich habe mit den Kindern Salat gepflanzt, wir waren auf der Schaukel und haben in den Himmel geguckt, das kommt sonst nicht so oft vor, dieses Nichtstun.»

Potthoff über Gestern und Heute: «Heute wissen Kinder gar nicht mehr, was bleierne Zeit ist. Wir haben früher auf der Straße gespielt und in den sechs Wochen Sommerferien hing man gemeinsam ab. Die Kinder heute sind viel durchgetakteter.»

Potthoff spielt in dem bayerischen Regionalkrimi «Leberkäsjunkie» mit, den das Erste in der Reihe «Sommerkino im Ersten» am Montagabend zeigt. Sie sei dem oberbayerischen Lebensgefühl sehr verbunden, sagte die Schauspielerin. «Dass der Bayer gerne gut isst. Dass man gerne beisammensitzt bei einer Maß Bier und Fünfe gerade sein lässt. Und dass man dann noch auf einen Berg steigt.»

© dpa-infocom, dpa:200803-99-24519/4

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