Zwei leicht Verletzte
Großbrand in Recyclinghof - 650 Feuerwehrkräfte im Einsatz

Bei Limburg brennen zwei Industriebetriebe viele Stunden lang. Eine große Rauchwolke steigt auf. Das Feuer erfasst auch Kunststoffe. Es stinkt weithin. Die Löscharbeiten ziehen sich sehr lange hin. Die Feuerwehr muss ihre Einsatzkräfte auswechseln.

Donnerstag, 04.06.2020, 15:24 Uhr aktualisiert: 04.06.2020, 15:28 Uhr
In einem Gewerbegebiet im Rhein-Lahn-Kreis brennt es in einem Betrieb im Industriegebiet, der Papierrohstoffe verarbeitet.
In einem Gewerbegebiet im Rhein-Lahn-Kreis brennt es in einem Betrieb im Industriegebiet, der Papierrohstoffe verarbeitet. Foto: Hasan Bratic

Diez (dpa) - Bei einem Großbrand in einem Recyclingbetrieb in Diez nahe Limburg haben bis zu 650 Feuerwehrkräfte viele Stunden lang gegen die Flammen gekämpft.

Auf dem Gelände in Rheinland-Pfalz dicht an der Landesgrenze zu Hessen waren laut Feuerwehr am frühen Mittwochabend mehrere Industriehallen und im Außenbereich gelagerte Recycling- und Rohstoffe in Brand geraten. Zwei Feuerwehrkräfte wurden bei den Löscharbeiten leicht verletzt.

Die Anwohner im Umkreis von einem Kilometer wurden wegen strengen Gestanks auch am Donnerstag noch gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungsanlagen abzuschalten, wie die Rhein-Lahn-Kreisverwaltung mitteilte. Grenzwerte seien allerdings Messungen zufolge nicht überschritten worden.

Das Feuer breitete sich in der Nacht auf Donnerstag nach Angaben der Feuerwehr auch auf einen benachbarten Produktionsbetrieb aus, der Folien und Verbundstoffe herstellt. Um alle Glutnester zu erreichen, rückten am Donnerstagmorgen ein Bagger und ein Stapler des Technischen Hilfswerks (THW) an. «Die ziehen Material mit Glutnestern auseinander, um sie besser ablöschen zu können», erklärte der Sprecher der Einsatzleitung, Tim Wessel.

Über Diez war in der Nacht eine große Rauchwolke aufgestiegen. Sie zog in Richtung Süden nach Hessen. Aufkommender Regen drückte den Rauch am Donnerstagmorgen allerdings wieder herunter. Am frühen Morgen wechselte die Feuerwehr laut Wessel ihre Einsatzkräfte aus.

Wie hoch der Schaden ist, konnte vorerst noch nicht gesagt werden. «Es sind zwei Betriebe betroffen. Der Schaden wird sehr, sehr hoch sein», vermutete eine Sprecherin der Rhein-Lahn-Kreisverwaltung. Auch die Brandursache war zunächst unklar. Wessel sagte, nach dem Löschen der Glutnester würden Brandsachverständige erwartet. «Die sind bei Großbränden oft auch schon während des Feuerwehreinsatzes dabei, um besser Spuren zu sichern.»

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