Festspiele
Jubel und wenige Buhs für «Mackie Messer»

Salzburg (dpa) - Mit einer umjubelten Neuschöpfung der «Dreigroschenoper» von Bertolt Brecht und Kurt Weill ist am Dienstagabend der Premierenreigen der diesjährigen Salzburger Festspiele zu Ende gegangen.

Mittwoch, 12.08.2015, 10:20 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 12.08.2015, 10:13 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 12.08.2015, 10:20 Uhr
Sona MacDonald und Michael Rotschopf in der Salzburgewr Dreigroschenoper.
Sona MacDonald und Michael Rotschopf in der Salzburgewr Dreigroschenoper. Foto: Barbara Gindl

Auf dem Programm stand eine eigens für die Festspiele geschaffene «Experimentalfassung» des weltbekannten Stücks mit neu orchestrierten Songs. Deshalb lautet der Titel nicht « Dreigroschenoper », sondern «Mackie Messer - eine Salzburger Dreigroschenoper» nach der Hauptperson des Stücks, einem Londoner Unterweltkönig.

Für die Adaption verantwortlich war der britische Komponist  Martin Lowe , der schon die Theatermusik für die aktuelle Inszenierung des «Jedermann» schrieb. Ob ihm die wenigen Buhrufe in der Felsenreitschule galten, war nicht genau festzustellen. Er hatte die Weill-Songs in einem ebenso süffigen wie seichten Musicalstil bearbeitet. Die Inszenierung des Briten Julian Crouch zusammen mit Sven-Eric Bechtolf, dem Interimsintendanten der Salzburger Festspiele , erinnerte in einigen Passagen stark an den revuehaften «Jedermann», den Crouch vor zwei Jahren gemeinsam mit Brian Mertes neu in Szene gesetzt hatte.   

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