Kunst
Große Gauguin-Schau in der Schweiz

Riehen (dpa) - Eine große Ausstellung des Malers Paul Gauguin (1848-1903) ist in der Schweiz eröffnet worden. Die Fondation Beyeler zeigt in Riehen bei Basel rund 50 Gemälde und Skulpturen des französischen Spätimpressionisten.

Sonntag, 08.02.2015, 17:07 Uhr

Im Mittelpunkt stehen Gauguins auf Tahiti entstandenen Werke, wie das Museum am Sonntag mitteilte. Für die Ausstellung wurden Leihgaben aus 13 Ländern zusammengetragen.

Einer der Höhepunkte der Schau ist das Gemälde «Nafea faa ipoipo». Das Bild hing lange Zeit als Leihgabe im Kunstmuseum Basel und wurde vor kurzem verkauft. Käufer und Kaufsumme wurden nicht bekanntgegeben. Laut Medienberichten erzielte das Bild einen Rekordpreis, der es zum bisher angeblich teuersten Gemälde der Welt macht. Gauguin malte es 1892 auf Tahiti. Es zeigt zwei einheimische Frauen. Der Titel heißt übersetzt «Wann heiratest du?». Gegen Ende seines Lebens hatte der Künstler viele Jahre in der Südsee gelebt.

Im Zentrum der nun in Riehen gezeigten Werke Gauguins stehen oftmals idyllische Landschaften, sinnliche Frauengestalten und Tiere. «Gauguin war ein Revolutionär mit seinem neuen Konzept von Bild und Farbe», sagte Ausstellungskurator Raphaël Bouvier . Als einer der ersten modernen Künstler habe er sich für nicht-europäische Kunst interessiert.

Große Ausstellungen von Gauguins Werk seien selten, sagte Bouvier. Sechs Jahre lang habe sich das Museum auf der ganzen Welt um die Leihgaben für die Ausstellung bemüht. Der Wert der Gemälde und Skulpturen betrage mehr als zwei Milliarden Euro.

«Nafea» wird im Laufe des Jahres noch in Madrid und Washington gezeigt. Es ist unklar, ob das Gemälde danach noch in öffentlichen Ausstellungen zu sehen sein wird.

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