Museen
Weniger Besucher in Staatlichen Kunstsammlungen Dresden

Dresden (dpa) - Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) haben 2014 ein leichtes Minus von vier Prozent in der Besucherbilanz verzeichnet.

Donnerstag, 08.01.2015, 11:47 Uhr

Hauptgrund sei ein deutlicher Rückgang bei den russischsprachigen Besuchern, für die Dresden traditionell ein Tourismusziel sei, teilte die Generaldirektion auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Insgesamt kamen 2,5 Millionen Menschen aus dem In- und Ausland in die 14 Museen und deren Ausstellungen. Die Resonanz bewege sich weiter konstant auf sehr hohem Niveau, sagte der Kaufmännische Direktor Dirk Burghardt .

Der Rückgang machte sich vor allem in den besonders bei Russen beliebten Museen bemerkbar: Gemäldegalerie Alte Meister und Grünes Gewölbe. «Die Ukraine-Krise sowie die in deren Folge entstandene Schwäche des Rubels hat gerade diejenigen getroffen, die als Tagesgäste vornehmlich mit Bussen nach Dresden kamen», erklärte Burghardt. Die Gruppe sei zwar noch immer die weitaus größte unter den ausländischen Gästen, 2014 aber waren es mit 202 000 rund 41 000 weniger als im Vorjahr.

Negativ wirkte sich auch die sanierungsbedingte Teilschließung der Sempergalerie aus. Die Sammlung hat bis mindestens 2018 viel weniger Ausstellungsfläche, weil ihr Domizil nach 20 Jahren grundlegend instand gesetzt werden muss.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/2985774?categorypath=%2F2%2F62%2F798625%2F819391%2F819399%2F
Nachrichten-Ticker