„Invicible” liefert Nachschub im Genre der Trickserien für Erwachsene
Vater und Sohn Superheld

Trickserien sind Kinderkram? Diese Ansicht ist längst von gestern, und immer mehr intelligente Animationsserien, die sich an ein mit Comics aufgewachsenes erwachsenes Publikum richten, erreichen die Streamingdienste. Auch Neuzugang „Invincible” ist sehenswert.

Donnerstag, 01.04.2021, 16:09 Uhr
Während Sohn Mark seine eigenen Superkräfte entdeckt, geschieht Katastrophisches.
Während Sohn Mark seine eigenen Superkräfte entdeckt, geschieht Katastrophisches. Foto: Amazon Prime

Superhelden sind auch nur ganz normale Leute. Das weiß der gemeine Comic-Fan spätestens seit „Spider-Man“ ­. Und auch die Familie aus dem Pixar-Hit „Die Unglaublichen“ lebt ein gewöhnliches Vorstadtleben, wenn sie nicht gerade die Welt rettet. Vergleichbares, nur entschieden an ein erwachsenes Publikum gerichtet, erzählt nun auch „Invincible“. Die bei Amazon Prime Video gestartete Animationsserie basiert auf den Comics von „The Walking Dead“-Erfinder Robert Kirkman.

Es geht darin um das Erwachsenwerden des Teenagers Mark, der mit seinen Eltern ein stinknormales Leben führt – mal abgesehen davon, dass sein Vater eine Art Superman ist. Während Mark seine eigenen Superkräfte entdeckt, geschieht Katastrophisches – und die Frage nach Gut und Böse wird neu sortiert.

Mit spritzenden Blutfontänen und viel Splatter, Alien-Angriffen und Zwischentönen über die Ethik des Superheldenwesens ist „Invincible“ garantiert nix für Kids. Mit seiner prominenten Stimmenbesetzung (der derzeit oscarnominierte Steven Yeun als Mark, „Grey‘s Anatomy“-Star Sandra Oh als Mutter, Oscarpreisträger J.K. Simmons als Vater, dazu Mark Hamill, Seth Rogen und weitere Stars) reiht sich die Serie vielmehr ein in eine Riege neuerer Trickserien für Erwachsene, die in bunten Cartoons die Conditio Humana umkreisen. Fünf weitere Tipps:

  • Big Mouth (Netflix): Vier Staffeln schon geht es um die Pubertätsprobleme einer Gruppe von Schülern, die von Hormonmonstern durch wahnsinnspeinliche Fremdscham-Situationen geleitet werden. Derb, aber immer clever.
  • Central Park (AppleTV+): Sitcom über die Familie des Parkwächters der berühmten New Yorker Grünanlage, die sich gegen eine Investorin wehren muss – erzählt als Musical!
  • Close Enough (TNT Comedy): Sitcom über ein junges Ehepaar, dem die Alltagsprobleme in ihrem Reihenhausdasein herrlich surreal entgleiten.
  • Enthüllungen zu Mitternacht (Netflix): Ein Typ führt in immer neuen fremden Welten mit immer neuen seltsamen Wesen Interviews über existenzielle Dinge. Basiert auf echten Podcasts.
  • Solar Opposites (Disney+): Eine wohlstandsbürgerliche Alien-Familie landet in Mittelamerika – sozial eine Verschlechterung. Währenddessen wird eine Gruppe geschrumpfter Menschen in einem Terrarium gefangen gehalten. Wie aus dem Leben gegriffen.
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