TV-Tipp
Tatort: Der Welten Lohn

Bombenanschlag und Auftragskiller: Zwischen einem skrupellosen Firmenchef und einem unberechenbaren Ex-Mitarbeiter herrscht ein erbarmungsloser Zweikampf - Lannert und Bootz zwischen den Fronten.

Sonntag, 01.11.2020, 00:01 Uhr
Oliver Manlik (Barnaby Metschurat), der sein früheres Leben zurückbekommen will, versucht, die Kommissare Lannert (Richy Müller, hinten l) und Bootz (Felix Klare, hinten r) dafür zu instrumentalisieren.
Oliver Manlik (Barnaby Metschurat), der sein früheres Leben zurückbekommen will, versucht, die Kommissare Lannert (Richy Müller, hinten l) und Bootz (Felix Klare, hinten r) dafür zu instrumentalisieren. Foto: Benoît Linder

Stuttgart (dpa) - Eine tote Personalchefin, eine explodierte Autobombe und ein Auftragskiller halten die Ermittler im neuen Stuttgarter «Tatort» auf Trab. Die Kommissare Thorsten Lannert (Richy Müller) und Sebastian Bootz (Felix Klare) haben es in der Folge «Der Welten Lohn» mit einem Krieg am Arbeitsplatz zu tun.

Im Zentrum stehen der rachsüchtige Oliver Manlik (Barnaby Metschurat) und der selbstgefällige Unternehmensboss Joachim Bässler (Stephan Schad).

Manlik war einst Bässlers Mitarbeiter. Auf unschöne Weise musste er seinen Kopf für die Firma hinhalten und landete in den USA wegen Korruption im Gefängnis. «Sie waren immer ein guter Mann, einer der Besten», sagt Bässler ganz am Anfang der Folge «Der Welten Lohn», als sich beide zum ersten Mal nach der Haft treffen und Manlik vom Boss acht Millionen Euro sowie eine öffentliche Entschuldigung einfordert. Außerdem will er wieder bei der Firma angestellt werden.

Währenddessen finden die Polizisten Diana Geddert (Anni Nagel) tot im Wald. Sie soll gestürzt sein - die Ermittler gehen aber schnell von einem Verbrechen aus. Geddert arbeitete als Personalchefin im selben Stuttgarter Unternehmen wie Bässler und Manlik. Die Polizisten bringen den Leichenfund schnell mit dem Unternehmenschef und dem Ex-Mitarbeiter in Verbindung.

Der schwäbische Wirtschaftsboss macht keinen Hehl aus seiner egozentrischen Weltsicht. «Wirtschaft ist Kampf», lautet sein Mantra. Erbarmungslos spielt er nach ganz eigenen Regeln. Teilweise ähnelt die Folge einem Mafia-Film - und Bässler wirkt darin wie ein schwäbischer Don Corleone. Erst verschweigt er den Polizisten seinen Konflikt mit dem ehemaligen Mitarbeiter Manlik. Der Ex-Mitarbeiter habe sich an der Personalchefin gerächt, nachdem sie ihn gefeuert hatte, vermutet Bässler.

Aber nicht nur beruflich läuft es für den Ex-Knasti Manlik gar nicht gut: Sein Privatleben liegt in Trümmern. Im USA-Urlaub mit der Familie war er festgenommen worden. Knapp dreieinhalb Jahre saß er hinter Gittern. Seine Frau Caroline hat das Vertrauen zu ihm verloren, und auch der Sohn geht auf Abstand.

Der Zuschauer sieht schnell, was für aggressives Potenzial in Manlik schlummert, als er nach langer Zeit seinen Sohn auf dem Schulhof abpasst und den Freund des Sohnes am Schlafittchen packt. Der Junge hatte gefragt, ob Manlik der Vater aus dem Knast sei. Immer wieder sieht der Zuschauer, wie Manlik aus der Haut fährt, herumschreit und die Kontrolle verliert – seine Zündschnur ist kurz.

Metschurat spielt diese Rolle mitreißend. Und auch Stephan Schad gibt den Unternehmenschef authentisch-böse. Der Zweikampf spitzt sich zu, als ein Bombenanschlag auf den Wagen von Bässler verübt wird. Der Vorstandschef wird dabei verletzt. Er ist überzeugt: Manlik hat den Sprengstoff unter dem Wagen platziert. Als dann ein Auftragskiller das Leben Manliks ausknipsen soll, entwickelt sich ein erbittertes Katz-und-Maus-Spiel, das in einem Showdown endet, in dem mit Abfindungen und Entschuldigungen nicht mehr viel auszurichten ist.

© dpa-infocom, dpa:201028-99-109640/3

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