Faszination für „Babylon Berlin“ bleibt
Vierte Staffel wird im Frühjahr gedreht

Nach dem Börsencrash zum Ende der dritten „Babylon Berlin“-Staffel wollen die Macher im Frühjahr 2021 in Staffel vier die Weltwirtschaftskrise als historischen Hintergrund der Kriminalgeschichte ins Visier nehmen. Die ARD freut sich derweil über gute Quoten.

Freitag, 23.10.2020, 17:18 Uhr aktualisiert: 23.10.2020, 18:47 Uhr
Ein Häufchen Elend: Kommissar Rath
Ein Häufchen Elend: Kommissar Rath Foto: ARD

Schon vor Beginn der dritten Staffel war bekannt, dass die Erfolgsserie „Babylon Berlin“ eine Fortsetzung haben wird. Spielen soll die vierte Staffel im Sommer 1931 zur Zeit der Weltwirtschaftskrise – ein direkter Anschluss also an die am Donnerstagabend im Ersten mit dem Börsencrash von 1929 zu Ende gegangene dritte Staffel. Die Schlussworte von Jens Harzer als Psychotherapeut, der wohl rätselhaftesten Figur der Serie, schrien förmlich nach Fortschreibung der Handlung um Kommissar Gereon Rath (Volker Bruch) und seine Assistentin Charlotte Ritter (Liv Lisa Fries).

Die Romantik-Fans unter den Zuschauern werden mit Freuden zur Kenntnis genommen haben, dass es in der nun zu Ende gegangenen Staffel eine Annäherung zwischen den beiden gab. Als besonderer Clou in den neuen Folgen entpuppte sich die Wendung, wonach das Staffel-Geschehen um den Mord an einer Schauspielerin nichts anderes war als ein kriminelles Experiment, lanciert vom pedantischen Kriminaltechniker Ullrich (famos gespielt und gesprochen von Luc Veit). Und dass es neben Rath, der appellierte, dieser neuen Methodik der Spurenanalyse nicht einfach blind zu vertrauen, ausgerechnet Prüfungsdurchfallerin Ritter war, die Ullrich bei seiner Manipulation von Papilaren und Minuzien auf die Schliche kam, geriet zur amüsanten Fügung.

Mit Folge 27 war der Kriminalfall geklärt. Die finale Folge aber legte mit dem krachenden Scheitern der Pläne des skrupellosen Regierungsrates Günter Wendt (Benno Fürmann) die Fäden für weitere Bösartigkeiten.

Die Produktion bescherte dem Ersten wieder gute Quoten – vor allem in der Mediathek. Bis zum 21. Oktober wurden laut ARD 10,2 Millionen Videoabrufe für „Babylon Berlin“ registriert. Rund neun Millionen Zuschauer schauten mindestens eine Folge im klassischen Fernsehen. Die durchschnittliche Reichweite der zwölf Folgen lag bei 3,3 Millionen Zuschauern.

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