Novelle
Trauernde Witwen: «Regenbeins Farben»

Drei Frauen, nicht mehr ganz so jung, entwickeln Frühlingsgefühle. Ein Mittfünziger wird zum Objekt ihrer Begierde.

Dienstag, 07.07.2020, 12:55 Uhr aktualisiert: 07.07.2020, 12:58 Uhr

München (dpa) - Drei Witwen treffen sich an den Gräbern ihrer gestorbenen Ehemänner.

Die über 80-jährige Ziva Schlott ist eine resolute ehemalige Kunstprofessorin. Lore Müller-Kilian, exzentrische Witwe eines Industriellen, verschiebt seit Jahren ihren 70. Geburtstag. Karline Regenbein, die jüngste von ihnen, ist freischaffende Künstlerin.

Doch eine weitere Person am Nachbargrab elektrisiert das Trio: Der Galerist Eduard Wettengel, ein guterhaltener Mittfünfziger, wird zum Objekt der Begierde der trauernden Witwen. Das kann eigentlich nur schiefgehen, oder?

Kerstin Hensels Novelle «Regenbeins Farben» erzählt mit feiner Ironie von Frühlingsgefühlen im fortgeschrittenen Alter. Nach und nach breitet sie die Lebensgeschichten der Frauen aus, schildert ihre enttäuschten Hoffnungen und lebendigen Sehnsüchte. Das ist teilweise traurig, teilweise skurril, immer aber in einer fantasievollen Sprache erzählt und mit Respekt vor ihren Protagonistinnen.

- Kerstin Hensel: Regenbeins Farben, Luchterhand Verlag, München, 252 Seiten, 20,00 Euro, ISBN 978-3-630-87601-6.

© dpa-infocom, dpa:200707-99-699861/2

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