„Lassie – eine abenteuerliche Reise“
Überladener Familienfilm

Noch ein Film mit Hund: Collie-Hündin Lassie hat früher Kinofans und Fernsehzuschauer fasziniert. Jetzt läuft und bellt sie wieder auf der Leinwand - zwischen Nordsee und Alpen.

Donnerstag, 20.02.2020, 14:54 Uhr aktualisiert: 20.02.2020, 16:35 Uhr
Flo (Nico Marischka) sucht seinen treuen Hund: Wo ist Lassie?
Flo (Nico Marischka) sucht seinen treuen Hund: Wo ist Lassie? Foto: Warner Bros./dpa

Für Hundenarren gibt es immer filmisches Futter. Ob Bailey, Beethoven, Huutsch – alle zogen mit Blick und Bellen ihr Publikum an. Die Urmutter aller Kläffer ist natürlich Collie-Hündin Lassie, die 1943 in „Lassie Come Home“ („Heimweh“) mit der gerade zehnjährigen Elizabeth Taylor innige Freundschaft schloss. Es folgten Kinofilme, TV-Serien und Animationsfilme der Langhaarhündin, die sogar einen Stern auf dem Hollywood Walk of ­Fame erhielt.

Jetzt ist die berühmteste Hündin der Filmgeschichte nach Deutschland umgezogen und wohnt in „Lassie – eine abenteuerliche Reise“ in Bayern, wo Regisseur Hanno Olderdissen („Wendy 2“) und Drehbuchautorin Jane Ainscough („Gut gegen Nordwind“) sie in ländlicher Idylle mit dem zwölfjährigen Flo (Nico Marischka) herumtollen lassen. Als Flos Vater (Sebastian Bezzel) den Job verliert, zieht die Familie um – doch in der kleineren Wohnung sind keine Tiere erlaubt.

Zurück nach Hause

Es kommt, was kommen muss. Zeitweilig bei einem befreundeten Grafen (Matthias Habich) untergekommen, der mit Enkelin (Bella Bading) an die Nordsee muss, hat Lassie die feine Nase voll. Sie reißt aus, macht sich auf den Trip quer durch Deutschland – zurück nach Bayern und Flo und in die Herzen der Hundefreunde. Das Wesentliche der Lassie-Abenteuer war und ist der Charakter der Collie-Dame, die mit wehendem Fell und Endspurt Richtung Heimat ihr Ziel erreicht.

Bewertung

„Lassie – eine abenteuerliche Reise“: Familienfilm mit Nico Marischka, Sebastian Bezzel und Anna Maria Mühe (106 Minuten)

Bewertung: 3 von 5 Sternen

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Leider ist dem Film der Wechsel von Schottland und Yorkshire nach Deutschland nicht gut bekommen. Man weiß nie, wo sie gerade ist (zu wenig Landschaften) und es gibt zu viele Personen, die mit zu vielen Problemen (Mobbing, Jobverlust, Trauer um Mutter und Ehefrau, Schwangerschaft) zu kämpfen haben und dramaturgisch in zu viele Zufallsbegegnungen torkeln. Lassie, von Filmhund Bandit toll gespielt, wird auch das ebenso überstehen, wie sie in einem Zitat aus „Lassies Heimat“ (1948) ihre Wasserscheu verliert.

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