„The Lodge“
Horror mit Ambitionen

Was in einem modernistischen Wohnhaus funktioniert, dürfte erst recht in einer verschneiten Berghütte gelingen: Horror der kunstvolleren Art.

Donnerstag, 13.02.2020, 16:36 Uhr aktualisiert: 13.02.2020, 17:15 Uhr
In und vor der Hütte ist es unheimlich
In und vor der Hütte ist es unheimlich Foto: SquareOne Entertainment

Mit „Ich seh, ich seh“ hat das österreichische Regieduo Veronika Franz und Severin Fiala 2014 einen der besten Gruselfilme der Dekade vorgelegt: zwei Jungs, eine Mutter, ein Geheimnis. Einziger Schauplatz: ein modernistisches Wohnhaus, meist in hellem Tageslicht. Das war ebenso unheimlich wie faszinierend.

Der erste englischsprachige Film von Franz/Fiala spielt nun wieder fast überwiegend an einem einzigen Set – in der klaustrophobisch eingeschneiten Berghütte des Journalisten und Sektenspezialisten Richard. Der lässt dort seine zwei Kinder (stark: „Es“-Jungstar Jaeden Lieberher und Lia McHugh) zurück, ausgerechnet zusammen mit seiner sich zunehmend seltsamer verhaltenden neuen Freundin Grace (Riley Keough, „American Honey“), für die er zuvor seine Gattin verließ.

Was folgt, ist als leicht verstiegene Mixtur aus christlicher Symbolik und routinierten Horrorfilmstandards längst nicht so verwegen wie „Ich seh, ich seh“, mit der kunstvollen Kameraarbeit und den sehr guten Darstellern aber trotzdem einer der gelungeneren Gruselfilme der Saison.

Bewertung

„The Lodge“: Horror von Severin Fiala und Veronika Franz  (113 Minuten)

Bewertung: 3 von 5 Sternen

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