Auszeichnung
Barbara Honigmann erhält Bremer Literaturpreis

In ihren Arbeiten befasst sich Barbara Honigmann immer wieder mit der Geschichte ihrer Familie. In dem Buch «Georg», für das die Schriftstellerin jetzt geehrt wird, beschreibt die Tochter jüdischer Eltern ihr inniges, mitunter auch schwieriges Verhältnis zu ihrem Vater.

Montag, 20.01.2020, 15:15 Uhr aktualisiert: 20.01.2020, 15:18 Uhr
Barbara Honigmann ist mit dem Bremer Literaturpreis ausgezeichnet worden.
Barbara Honigmann ist mit dem Bremer Literaturpreis ausgezeichnet worden. Foto: Heise Kuhn

Bremen (dpa) - Die Schriftstellerin Barbara Honigmann hat für ihren Roman «Georg» den renommierten Bremer Literaturpreis erhalten. Der seit 1962 jährlich vergebene Preis ist mit 25.000 Euro dotiert und wurde am Montag im Rathaus vor rund 350 Gästen an die deutsche Autorin vergeben, die seit 1984 in Straßburg lebt.

Das in dem Roman «Georg» in poetischer Prosa gezeichnete Porträt eines Bonvivant, Kommunisten und deutschen Juden vergegenwärtige die Geschichte des 20. Jahrhunderts, indem es in die Abgründe dieser Figur blicke, befand die Jury. Honigmann arbeitete als Dramaturgin und Regisseurin. Seit 1975 ist sie freie Schriftstellerin.

Der mit 6000 Euro dotierte Förderpreis ging am Montag an den österreichischen Autor Tonio Schachinger für sein Romandebüt «Nicht wie ihr». Er erzählt die Geschichte eines Profikickers aus Wien, der mit Witz und kontrollierter Wut auf Zumutungen und ethnische Vorurteile reagiert.

Der Bremer Literaturpreis gilt als einer der ältesten und bedeutendsten Literaturehrungen der Bundesrepublik und wird von der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung vergeben. Unter den Preisträgern waren unter anderem Elfriede Jelinek, Marcel Beyer, Alexander Kluge und Friederike Mayröcker.

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