Ahnenforschung und «X Factor»
«Du ahnst es nicht!»: Thomas Anders startet im TV durch

Thomas Anders war mal der Sänger mit den langen braunen Haaren neben Dieter Bohlen. Aber das ist lange her. In diesem Herbst ist er gleich mit zwei neuen Formaten im Fernsehen. Das ZDF gibt ihm eine Show rund ums Thema Ahnenforschung.

Freitag, 19.10.2018, 05:02 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 19.10.2018, 05:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 19.10.2018, 05:02 Uhr
Auf allen Kanälen: Thomas Anders.
Auf allen Kanälen: Thomas Anders. Foto: Rolf Vennenbernd

Berlin (dpa) - Eigentlich sah es so aus, als seien die großen Zeiten von Thomas Anders lange vorbei. Schließlich sind die Erfolge an der Seite von Dieter Bohlen mehr als 15 Jahre her, mindestens.

Als Modern Talking haben die beiden Popgeschichte geschrieben. Aber manche Teenager, die wegen Thomas Anders damals ins Kreischen geraten sind, erinnern sich heute selbst kaum noch daran. Dennoch ist Thomas Anders in diesem Herbst wieder voll da - und das nicht nur als Sänger. Er startet jetzt auch im Fernsehen durch. Das ZDF gibt ihm eine eigene Show. Premiere ist am Sonntag (21. Oktober).

Der Titel lautet «Du ahnst es nicht!» und ist zwar ein Wortspiel, aber nicht als Kommentar auf die unerwartete TV-Karriere von Anders zu verstehen. Die Anspielung zielt mehr auf die Inhalte der ZDF-Show, die am Sonntagnachmittag (13.55 Uhr) zu sehen ist: Ahnenforschung. Das interessiert bekanntermaßen viele, die gerne wissen würden, wo ihre eigenen Wurzeln sind. Und genau darum geht es auch in dem neuen Format: Thomas Anders (55) - oder Bernd Weidung, wie er eigentlich heißt - soll zusammen mit Ahnenforschern seine Gäste mit auf eine Reise in die Vergangenheit nehmen.

Und dabei lernen sie, woher sie stammen, wer ihre Vorfahren waren und ob darunter auch Persönlichkeiten waren, die Geschichte geschrieben haben, wie das ZDF ankündigt. Natürlich geht es immer auch um die Frage, wieweit die Einzelnen in der Vergangenheit als Teil des großen Ganzen auch von historischen Entwicklungen betroffen waren, die wir heute noch kennen, egal ob Hexenverbrennungen, Auswanderungen oder Kriege. Außerdem erklärt Namensforscher Jürgen Udolph den Gästen, welche Bedeutung ihre Familiennamen haben - woraus sich manchmal ebenfalls Schlüsse auf die Geschichte ihrer Vorfahren ziehen lassen.

Ahnenforschung ist jetzt aber nicht das neue Steckenpferd von Thomas Anders, mit dem sich der 55-Jährige ausschließlich beschäftigen möchte. Zum einen hat er seine Karriere auch nach dem Ende von Modern Talking solo fortgesetzt. «Ewig mit Dir» heißt sein gerade erschienenes Album.

Zum anderen ist Anders auch im Fernsehen noch an anderer Stelle zu sehen: bei Sky in der erst Ende August gestarteten Musik-Entertainmentshow «X Factor». Dort gehört er zur Jury - im Grunde so, wie es ihm sein Modern-Talking-Partner Bohlen (64) seit vielen Jahren im RTL-Klassiker «Deutschland sucht den Superstar» vorgelebt hat. «X-Faktor ist das besondere Etwas, das man hat», hat Thomas Anders bei der Vorstellung des Show-Konzepts kurz vor dem Start in Berlin erklärt - aber offen gelassen, ob er sich selbst für so einen mit X-Faktor hält. Einiges spricht dafür - auch, dass er mit 55 jetzt noch einmal auf so vielen verschiedenen Bühnen mitspielt.

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