Ausstellung
Giacometti und Chadwick in den Niederlanden

29 Skulpturen des weltberühmten Schweizer Giacometti und 40 seines jüngeren britischen Kollegen Chadwick sind bis zum 6. Januar zu sehen, dazu zahlreiche Werke auf Papier.

Mittwoch, 19.09.2018, 17:52 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 19.09.2018, 17:48 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 19.09.2018, 17:52 Uhr
Blick in die Ausstellung.
Blick in die Ausstellung. Foto: Peter Tijhuis

Zwolle (dpa) - Die Angst des Kalten Krieges wird im Museum De Fundatie in der niederländischen Hansestadt Zwolle lebendig: Das Museum zeigt ab Samstag mehr als 150 Werke der Bildhauer Alberto Giacometti (1901-1966) und Lynn Chadwick (1914-2003): «Giacometti-Chadwick, Facing Fear».

Beide Künstler stellten in besonderer Weise die Beklemmung in Europa in den 1950er und 1960er Jahren durch die nukleare Bedrohung dar, betonte Museumsdirektor Ralph Keuning am Mittwoch bei der Präsentation.

Die Bildhauer hatten sich 1956 während der Biennale in Venedig kennen gelernt, als überraschend Chadwick und nicht der damals schon berühmte Giacometti ausgezeichnet worden war. «Mit dem Werk der beiden Künstler nahm die europäische Bildhaukunst endgültig Abschied von der Romantik und Ästhetik der Vorkriegszeit», sagte Keuning.

Giacometti wurde nach dem Zweiten Weltkrieg bekannt mit seinen dünnen langgestreckten Figuren, die die Zerbrechlichkeit des Menschen symbolisieren. Chadwick schuf eckige Skulpturen, Urbilder von Mensch und Tier. Sein Stil wurde umschrieben als «Geometrie der Angst.»

Es ist eine der bisher umfangreichsten Ausstellungen des Museums. 29 Skulpturen des weltberühmten Schweizer Giacometti und 40 seines jüngeren britischen Kollegen Chadwick sind bis zum 6. Januar zu sehen, dazu zahlreiche Werke auf Papier.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6064594?categorypath=%2F2%2F62%2F798625%2F819391%2F819397%2F
Nachrichten-Ticker