Einschaltquoten
Luther im TV nicht hoch im Kurs

Der Reformationstag entpuppte sich nicht gerade als Offenbarung für Deutschlands Fernsehmacher. Vor allem der Reformator selbst stand eher abseits des Masseninteresses.

Mittwoch, 01.11.2017, 12:06 Uhr

Roman Knizka spielt Martin Luther.
Roman Knizka spielt Martin Luther. Foto: Julie Vrabelova

Berlin (dpa) - Dank Martin Luther hatte Deutschland am Dienstag frei - doch im Fernsehen war der Reformator nicht besonders gefragt. Das ZDF-Dokudrama «Das Luther-Tribunal» mit Roman Knizka in der Hauptrolle verfolgten im ZDF ab 20.15 Uhr lediglich 2,64 Millionen Zuschauer. Der Marktanteil betrug 8,3 Prozent. Der durchschnittliche Jahresmarktanteil des ZDF liegt derzeit bei 13,0 Prozent.

Schon am Vortag hielt sich das Interesse an Luther in Grenzen: Das ZDF-Historiendrama «Zwischen Himmel und Hölle» mit Maximilian Brückner als Luther ab 20.15 Uhr sahen 3,27 Millionen Menschen, das war weniger als sonst ein ZDF-Montagsfilm erreicht.

Auch sonst entpuppte sich der Reformationstag für das Fernsehen am Hauptabend ab 20.15 Uhr nicht als optimaler Programmtag. Am besten erging es noch zwei Filmwiederholungen im Ersten und auf Sat.1: Die zweite Folge des Charlotte-Link-Stoffes «Das zweite Kind» mit Marie Bäumer aus dem Jahr 2013 sahen 3,32 Millionen Menschen (10,6 Prozent). Die Sat.1-Komödie «Frau Müller muss weg!» mit Anke Engelke hatte ebenfalls 3,32 Millionen Zuschauer (10,4 Prozent).

Ein wenig schlechter als in den Vorwochen erging es der populären Vox-Show «Die Höhle der Löwen», in der sich Existenzgründer um Zuschüsse illustrer Zeitgenossen wie Carsten Maschmeyer oder Dagmar Wöhrl bemühen: 2,61 Millionen (8,7 Prozent) schalteten ein. Für die RTL-Krimireihe «Bones - Die Knochenjägerin» interessierten sich 2,07 Millionen Zuschauer (6,5 Prtozent), für die Krimiwiederholung der ZDFneo-Reihe «Kommissarin Heller: Hitzschlag» 1,74 Millionen (5,4 Prozent) und für die ProSieben-Show «Die 44 geheimnisvollsten Gänsehautgeschichten» 1,51 Millionen (5,5 Prozent).

Am späteren Abend um 21.45 Uhr verbuchte der letzte Teil der ARD-Miniserie «Das Verschwinden» mit Julia Jentsch 2,78 Millionen Zuschauer (11,2 Prozent) und damit weniger Zuspruch als in den drei Episoden zuvor - vielleicht auch deswegen, weil als Vorausprogramm der «Tatort» fehlte.

Im Schnitt liegt das ZDF seit Jahresbeginn unter den deutschen Fernsehsendern mit einem Marktanteil von 13,0 Prozent vorn. Es folgt das Erste mit 11,2 Prozent vor dem privaten Marktführer RTL mit 9,3 Prozent. Dahinter liegen Sat.1 (6,7 Prozent), Vox (5,1 Prozent), ProSieben (4,5 Prozent), Kabel eins (3,5 Prozent), RTL II (3,2 Prozent), ZDFneo (2,9 Prozent) und Super RTL (1,7 Prozent).

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