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«Got to Dance» geht in die dritte Runde

Wieder wirbt eine Schar von Tänzern um Palina Rojinskis Gunst. Die Jury-Chefin geht mit einem neuen Team in die dritte Staffel von «Got to Dance». Für Kinder gibt es mittlerweile eine eigene Version.

Mittwoch, 12.08.2015, 12:34 Uhr

Moderatorin Palina Rojinski 2013 in Hamburg.
Moderatorin Palina Rojinski 2013 in Hamburg. Foto: Georg Wendt

Berlin (dpa) - Bei ProSieben werden wieder Hüften geschwungen und  Pirouetten gedreht: Die Tanz-Castingshow «Got to Dance» geht mit neuer Besetzung in ihre dritte Staffel. Palina Rojinski beurteilt als Jury-Chefin von diesem Donnerstag (20.15 Uhr) an wieder Tanzdarbietungen aller Art.

An ihrer Seite sitzen allerdings nicht mehr Nikeata Thompson und Howard Donald, sondern der US-amerikanische Choreograf  Marvin A. Smith und der schwedische Musicaldarsteller Anton Zetterholm. Als Moderatorin führt erstmals die Schweizerin Alexandra Maurer durch die Sendungen.

Ob Paar- oder Standardtanz, Breakdance, Ballroom, Contemporary oder Poledance: «Eine krasse Abwechslung an verschiedenen Tanzstilen» habe die Show zu bieten, sagte Rojinski der Deutschen Presse-Agentur. Ihr zufolge ist «Got to Dance» die erste wirklich coole Tanzshow. «Wir sind authentisch», erzählte die zweimalige deutsche Juniorenmeisterin der rhythmischen Sportgymnastik. «Ich glaube, Authentizität und Coolness liegen sehr nah bei einander.»

Zur Echtheit trägt bei, dass die Kandidaten nicht prominent sind wie bei «Let's Dance». Sie sollen außerdem nicht verhöhnt oder niedergemacht werden. Die Juroren überhäufen sie stattdessen mit  Komplimenten in höchsten Tönen, vergießen hin und wieder auch Tränen der Rührung.

Die Show bekam schon einen Deutschen Fernsehpreis und einen Bayerischen Fernsehpreis. Die Einschaltquoten waren allerdings eher mau in der vergangenen Staffel, als der Krefelder Architekturstudent Majid mit seinem Freestyle-Hip-Hop-Act den Preis von 100 000 Euro abräumte.

Am Format, das aus Großbritannien stammt, ist trotzdem nichts geändert worden. Es geht weiterhin mit «Auditions» los, bei denen die Kandidaten alle drei Juroren überzeugen müssen. In der nächsten Runde treten jeweils zwei Acts in sogenannten Battles gegeneinander an. Dann geht es schon ins Finale, wo das Publikum über den Sieger entscheidet. Es machen immer noch Solotänzer, Paare und Gruppen mit. Allerdings bleiben nun die Erwachsenen unter sich. Für Kinder gibt es künftig «Got to Dance Kids» auf Sat.1 mit Thompson als Jury-Chefin. 

Smith, Thompsons Ersatz als Choreographie-Experte, arbeitete schon mit Helene Fischer zusammen. Bei «Got to Dance» dürfte er auch Donalds Rolle übernehmen, die Kandidaten halb auf Englisch und halb in gebrochenem Deutsch zu bewerten. Es wird sich zeigen, ob er ähnliche Sprüche drauf hat wie der «Take-That»-Sänger, der etwa einmal sagte: «Seid ihr aus einem Kuharsch geschlüpft? Weil das war Scheiße-heiß.»

Zetterholm bringt Erfahrung aus einer deutschen Castingshow mit. Er wurde im Jahr 2010 in der Sat.1-Show «Ich Tarzan, du Jane» zum Hauptdarsteller des Musicals «Tarzan» in Hamburg gewählt.

Star und Aushängeschild der Sendung ist allerdings die 30-jährige Rojinski. Der Donnerstagabend wird eine Art lange Nacht der Palina-Premieren bei ProSieben, denn neben «Got to Dance» läuft auch eine neue Staffel der Rojinski-Reisesendung «Inside» (23.45 Uhr) an. In der Show, die bisher «Offline» hieß, muss sie sich ohne Geld und ohne Smartphone in einer fremden Stadt zurechtfinden. 

Die erste der drei neuen Folgen spielt in Hongkong. Dort trainierte Rojinski mit einen Kung-Fu-Meister – mit schmerzhaften Folgen: «Ich habe mir beim Triple-Kick den Muskel im hinteren Oberschenkel angerissen und konnte ein paar Wochen nicht laufen», erzählte die in Russland geborene Berlinerin mit der roten Mähne. «Aber das war es wert, weil ich einfach so viel erlebt habe.»

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