Literatur
«Sex out»: Von Lustlosigkeit und Sexmüdigkeit

Berlin (dpa) - Sexmüdigkeit greift heutzutage wie ein Virus um sich. Immer mehr Paare klagen über Unlust oder zumindest einer von beiden hat den Spaß am Sex verloren und plädiert für eine Auszeit, einen Sexout. Kann eine solche Pause eine Lösung sein oder bedeutet sie nicht eher den Anfang vom Ende?

Dienstag, 11.08.2015, 11:06 Uhr

Der Lebenskunstphilosoph Wilhelm Schmid beleuchtet in seinem neuen Buch «Sexout und die Kunst, neu anzufangen» das Thema auf knapp 130 Seiten aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. So fragt er in einem Kapitel, ob Eigenliebe und Selbstbefriedigung ein möglicher Ausweg sind oder doch besser käuflicher oder virtueller Sex. Manche Ratschläge zur Überwindung der Lustlosigkeit erscheinen allerdings wenig verlockend, so wenn Schmid zu einer «privaten Schule der Liebe» rät, in der «wie in einer Fahrschule» Theorie- und Praxisstunden einander ablösen. Seine Empfehlung zu gemeinsamen «Trockenübungen in Wissensfragen» zum Thema Sex klingt ein bisschen wie Sexualunterricht in der Schule.

Wilhelm Schmid: Sexout und die Kunst, neu anzufangen, Insel Verlag , Berlin, 130 Seiten, 10,00 Euro, ISBN 978-3-458-17646-6

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