Theater
Höhepunkte der Ruhrtriennale

Bochum (dpa) - Die erste Ruhrtriennale unter Johan Simons läuft vom 14. August bis 26. September. Hier einige Höhepunkte:

Sonntag, 09.08.2015, 16:36 Uhr

Johan Simons, Intendant der Ruhrtriennale, wartet mit einem vielfältigen Programm auf.
Johan Simons, Intendant der Ruhrtriennale, wartet mit einem vielfältigen Programm auf. Foto: Caroline Seidel

MUSIKTHEATER

«Accattone»:Johan Simons' Auftaktinszenierung ist eine Adaption des gleichnamigen Unterschichten-Spielfilms des Italieners Pier Paolo Pasolini aus dem Jahr 1961. Begleitet wird das Sozialdrama von Musik von Johann Sebastian Bach. Spektakulär ist der Aufführungsort: die 200 Meter lange Mischhalle der Zeche Lohberg in Dinslaken.

«Orfeo»: Die Produktion orientiert sich an Claudio Monteverdis Oper, jedoch wird in die Originalpartitur musikalisch eingegriffen. Die Zuschauer begeben sich in der Kokerei Zeche Zollverein in Kleingruppen in die Unterwelt. Regie führt unter anderem Susanne Kennedy, die zum Team des künftigen Chefs der Berliner Volksbühne, Chris Dercon, gehört.

«Das Rheingold»:Wagner pur darf man bei Regisseur Johan Simons nicht erwarten. Bei ihm wird der Nibelungenschatz zum revolutionären Sozialdrama. Der finnische Techno-Pionier Mika Vainio bricht die Partitur auf. Der eigenwillige griechische Dirigent Teodor Currentzis bringt für sein Wagner-Debüt sein Orchester MusicAeterna aus der russischen Ural-Stadt Perm mit.

SCHAUSPIEL

«Liebe.Trilogie meiner Familie I»:Das Schauspiel unter der Regie von Luk Perceval ist der erste Teil einer Trilogie, die einen Bogen über Simons' dreijährige Intendanz spannt. Vorlage ist Émile Zolas 20-bändiger sozialkritischer Romanzyklus «Die Rougon-Macquart».

«Die Franzosen»:Fünf Stunden dauert die Aufführung des Stücks, eine Adaption von Marcel Prousts gewaltigem Roman «Auf der Suche nach der verlorenen Zeit». Der polnische Regisseur Krzysztof Warlikowski sucht nach den Wurzeln des heutigen europäischen Geistes.

TANZ

«Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke»:Die belgische Choreographin Anne Teresa De Keersmaeker nimmt sich Rainer Maria Rilkes berühmte Kriegserzählung «Cornet» vor, die während der beiden Weltkriege eine Art Kultbuch der Soldaten war.

KUNST

«Nomanslanding»:Die begehbare Installation ist über zwei auf dem Wasser schwimmende Stege zugänglich. Sie umfasst zwei große Plattformen, die sich auf der Wasserfläche allmählich zu einem Dom in Form einer Halbkugel vereinigen. Im Innenraum ist eine Sound-Collage zu hören. Das Gemeinschaftsprojekt von fünf internationalen Künstlern wird nach Sydney nun in Duisburg-Ruhrort gezeigt.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3433769?categorypath=%2F2%2F62%2F798625%2F819391%2F819397%2F
Nachrichten-Ticker