Ski nordisch
Überraschung für Dominator: Frenzel-Freundin in Falun

Ausgerechnet im letzten Einzelrennen der Saison ist die Siegesserie der deutschen Nordischen Kombinierer gerissen. Doch auch über Platz vier konnte Eric Frenzel lächeln. Schließlich gab es gleich darauf die Große Kristallkugel für den Gesamtweltcup.

Samstag, 15.03.2014, 18:25 Uhr

Falun (dpa) - Als Eric Frenzel die Große Kristallkugel in den Händen hielt, war die Welt wieder in Ordnung. Zumal kurz zuvor bereits die schönste Überraschung auf den weltbesten Athleten in der Nordischen Kombination gewartet hatte.

Freundin Romy war ohne Wissen des Olympiasiegers nach Falun gereist und begrüßte ihren Schatz im Zielgarten. «Das habe ich wirklich nicht gewusst. Es ist wunderbar, dass sie dabei sein konnte, als ich die Kristallkugel bekommen habe», sagte Frenzel sichtlich aufgewühlt.

Das Rennen zuvor war nicht ganz nach dem Geschmack des Oberwiesenthalers gelaufen. Als Sprungbester war er drei Runden mit dem Japaner Akito Watabe an der Spitze unterwegs gewesen. Dann machten sich aber der diesmal nicht optimal laufende Ski, die nach wie vor in den Knochen steckende Sotschi-Erkältung sowie der Kräfteverschleiß der Saison bemerkbar. Frenzel musste abreißen lassen und wurde auch noch vom zweimaligen Olympiasieger Jörgen Graabak aus Norwegen und dem Italiener Alessandro Pittin überholt.

Die Überraschung von Romy und die Ehrung machten dann aber die leichte Enttäuschung schnell wieder wett. «Es ist schon toll, die Trophäe in der Hand zu halten. Es ist die letzte Bestätigung, dass man etwas ganz Großes erreicht hat», meinte der Sachse und konnte noch nicht sagen, wo sie ihren Ehrenplatz erhalten wird. «Ich weiß es echt noch nicht. Die erste vom vergangenen Jahr steht bei mir daheim. Ich könnte mir vorstellen, dass sich meine Eltern auch über so ein Teil freuen würden», deutete er an, dass nun die Menschen bedacht werden könnten, die maßgeblichen Anteil am Erfolg des Vorzeige-Kombinierers haben.

Mit Frenzel auf dem Podest stand Johannes Rydzek aus Oberstdorf, der mit drei Siegen in Serie noch den Japaner Watabe abgefangen hatte und Gesamt-Zweiter geworden war. Der Allgäuer musste sich diesmal mit Platz sieben zufriedengeben, hatte damit aber kein Problem. «Ich hatte schon den Ehrgeiz, noch mal ganz vorn dabei zu sein. Aber der Körper hat nach den anstrengenden drei Rennen zuvor nicht mehr mitgemacht», sagte Rydzek und bilanzierte: «Es war eine rundum gelungene Saison.»

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