Skeleton
Shorttrack-Staffel der Herren im EM-Finale

Robert Seifert hat drei Wochen vor Beginn der Olympischen Spiele ansteigende Form nachgewiesen. Ein deutscher Rekord über 500 Meter bei den Shorttrack-Europameisterschaften in Dresden und das Erreichen des Staffel-Finals gibt ihm Zuversicht für Sotschi.

Samstag, 18.01.2014, 18:21 Uhr

Dresden (dpa) - Robert Seifert hat bei der Europameisterschaft der Shorttracker in Dresden mit einem deutschen Rekord über 500 Meter und dem Erreichen des Staffel-Finals Zuversicht für die Olympischen Winterspiele getankt.

Der Dresdner verbesserte im Viertelfinale seine eigene, drei Jahre alte Bestmarke über 500 Meter um 0,086 auf 41,070 Sekunden. Trotzdem verpasste der Lokalmatador knapp den Sprung ins Halbfinale und belegte Platz neun.

Wenig später hatte der einzige deutsche Olympia-Teilnehmer bei den Shorttrack-Herren Grund zum Jubel und feierte im Staffelrennen mit seinen Teamgefährten Daniel Zetzsche, Christof Schubert und Paul Herrmann den Finaleinzug nach einem dramatischen Halbfinale. Obwohl Herrmann nach grandioser Aufholjagd auf der Zielgeraden stürzte, reichte den Deutschen ein zweiter Platz hinter den Niederlanden zum Einzug in den Medaillenkampf am Sonntag.

Nach seinem Einzelrennen hatte Seifert noch ein wenig mit sich gehadert. «Ein bisschen Enttäuschung ist dabei. Aber schließlich war ich so schnell wie noch nie zuvor ein Deutscher», meinte der Sachse nach seinem Rekordrennen. Im Mehrkampf-Klassement nach zwei Strecken rangiert Seifert als bester Deutscher auf Platz 17 unmittelbar vor Paul Herrmann auf Rang 18.

In Führung liegt weiter 1500-Meter-Sieger Semen Jelistratow aus Russland vor seinem punktgleichen Teamgefährten Vicor An, der 2006 noch drei Olympiasiege für Südkorea erkämpft hatte, inzwischen aber die russische Staatsbürgerschaft angenommen hat. Er war am Samstag bester Sprinter über 500 Meter.

Als einzige Deutsche erreichte Tina Grassow das 500-Meter-Halbfinale. Im Viertelfinale hatte die Lokalmatadorin Glück, weil zwei Läuferinnen vor ihr stürzten. In der Vorschlussrunde schied sie aber nach Platz vier aus und kam im Strecken-Klassement auf Platz acht. «Ich bin zufrieden, zumal ich ja persönliche Bestzeit gelaufen bin», resümierte sie nach 44,389 Sekunden.

In der Gesamtwertung hat die Sächsin vor dem Schlusstag den elften Platz inne. In Führung liegt nach zwei Strecken die Niederländerin Jorien Ter Mors vor der fünfmaligen Europameisterin Arianna Fontana aus Italien, die am Samstag als 500-Meter-Siegerin das Eis verließ.

In der Staffel hatten die deutschen Damen Pech, weil die 15 Jahre alte Olympia-Starterin Anna Seidel auf der Zielgerade stürzte und das Team nach langer Spitzenposition auf Platz drei zurückfiel.

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