Eisschnelllauf
Eisschnellläuferin Roth schafft Olympia-Norm

Ohne Jenny Wolf war von den deutschen Eissprintern bei der WM in Nagano keine Spitzenplatz zu erwarten. Doch Denise Roth nutzte ihre Chance und schaffte in Japan die Olympia-Norm. Ob sie aber in Sotschi dabei sein kann, bleibt offen. Der DOSB hat nun die Qual der Wahl.

Sonntag, 19.01.2014, 10:48 Uhr

Nagano (dpa) - Eisschnellläuferin Denise Roth hat bei den Weltmeisterschaften im Sprint-Mehrkampf in letzter Sekunde die Olympia-Norm des Deutschen Olympischen Sportbundes ( DOSB ) geknackt.

Die Sprinterin aus Mylau kam am zweiten Tag in Nagano in 39,02 Sekunden auf Platz 13 über 500 Meter und erfüllte damit die zweite Teilnorm. Im WM-Gesamtklassement nach je zweimal 500 und 1000 Meter belegte Denise Roth Platz 15, die Berlinerin Jennifer Plate kam auf Rang 18. Die Olympia-Zweite Jenny Wolf hatte wegen einer gezielten Sotschi-Vorbereitung auf die Tour nach Japan verzichtet.

Ob Roth als achte Eisschnellläuferin ins deutsche Olympia-Team rückt, muss nun der DOSB entscheiden. Maximal acht Läuferinnen darf das Team umfassen, nur ein Platz ist noch frei, und auch Jennifer Plate hatte zuvor die Norm erfüllt. «Ich bin mit meinen Leistungen zufrieden. Ob es gereicht hat, müssen nun andere entscheiden», sagte die Sächsin. Doch auch Plate gab sich kämpferisch: «Ich denke nicht, dass ich schlechte Chancen habe. Ich hoffe, dass auch die Vorleistungen eine Rolle spielen», sagte sie in der ARD.

Ihren zweiten Titel im Sprint-Vierkampf nach 2012 sicherte sich die chinesische Ex-Weltrekordlerin Yu Jing mit 151,275 Punkten vor ihrer Teamgefährtin Hong Zhang und Titelverteidigerin Heather Richardson (USA). Bei den Herren verteidigte der Niederländer Michel Mulder (139,885) seinen Vorjahrs-Titel mit Erfolg und verdrängte Olympiasieger Shani Davis (USA) auf Platz zwei.

Für den Chemnitzer Denny Ihle platzte der Olympia-Traum von einem gemeinsamen Auftritt mit Bruder Nico in Sotschi . «Ich bin ganz klar unter meinen Möglichkeiten geblieben. Das kann ich mir selbst nicht erklären», sagte der Chemnitzer, der auf den vier Distanzen nicht einmal in die Top 20 kam und als 23. der Gesamtwertung sogar noch dem Erfurter Dennis Dressel (21.) den Vortritt lassen musste.

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