DESG
Pechstein bringt Lebensgefährten als Präsident ins Spiel

Inzell (dpa) - Claudia Pechstein hat nach dem überraschenden Rücktritt von Stefanie Teeuwen vom Amt der Präsidentin der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft DESG nicht lange gezögert und ihren Lebensgefährten Matthias Große als Nachfolger ins Spiel gebracht.

Donnerstag, 07.11.2019, 21:57 Uhr aktualisiert: 07.11.2019, 22:00 Uhr
Claudia Pechstein hat ihren Lebensgefährten für den vakanten Posten des DESG-Präsidenten ins Spiel gebracht.
Claudia Pechstein hat ihren Lebensgefährten für den vakanten Posten des DESG-Präsidenten ins Spiel gebracht. Foto: Peter Kneffel

«Aus meiner Sicht kann es nur EINEN neuen Präsidenten geben:- sehr erfolgreicher Unternehmer aus Berlin,- begleitet mich seit 10 Jahren auf meinem Weg gegen die Unrechtssperre,- geradlinig, klar & leistungsorientiert! Sein Name: Matthias Große», postete sie am Donnerstagabend bei Facebook. «Nur dann wird sich sicher in diesem Verband auch etwas ändern!», fügte die fünfmalige Olympiasiegerin hinzu. Zuvor hatt sie mitgeteilt, sie sei geschockt vom Rücktritt der Präsidentin. «Es ist bezeichnend für den Zustand unseres Verbandes!»

Bei Funktionsträgern des Verbandes löste dieser Post von Pechstein sofort heftige Diskussionen, aber auch Kopfschütteln aus. «Es ist das gute Recht von Claudia, diese Meinung zu artikulieren», sagte DESG-Sportdirektor Matthias Kulik diplomatisch. «Aber es geht hier um politische Entscheidungen im Sinne des Verbandes. Deshalb will ich ganz zurückhaltend reagieren», sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Sprint-Bundestrainer Danny Leger hinterfragte zunächst die Konzepte von Große. «Es gibt viele, die sagen: Macht das doch anders. Aber wir, die wir täglich dafür arbeiten, damit die Situation für die Sportler und den Verband besser wird, wir brauchen in erster Linie praktikable Lösungsvorschläge», erklärte der Inzeller am Abend.

Gründe für den Rücktritt von Teeuwen sind nach wie vor unklar. «Wir sind selber von ihrer Entscheidung überrascht worden», sagte Schatzmeister Dieter Wallisch, der die Erklärung vom Rücktritt der seit 2016 amtierenden Präsidentin öffentlich gemacht hatte.

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