Weltcup in Vikersund
DSV-Skiflieger Zweite: «Das Gesicht, das wir sehen wollen»

Es geht doch! Nach zuvor größtenteils schwachen Leistungen bei der Raw Air in Norwegen, zeigen die DSV-Adler in Vikersund ihr Potenzial. Ein 19-Jähriger begeistert den Bundestrainer.

Samstag, 16.03.2019, 19:32 Uhr aktualisiert: 16.03.2019, 19:36 Uhr
Constantin Schmid hat mit den deutschen Skispringern im Team-Skifliegen den zweiten Rang erreicht.
Constantin Schmid hat mit den deutschen Skispringern im Team-Skifliegen den zweiten Rang erreicht. Foto: Grzegorz Momot

Vikersund (dpa) - Die starke Mannschaftsleistung und ein Youngster als große Zukunftshoffnung machten Werner Schuster froh.

Nach dem bisher besten Auftritt der deutschen Skispringer bei der Raw Air und Platz zwei beim Team-Skifliegen in Vikersund war der Bundestrainer «stolz» und sagte: «Das war das Gesicht der deutschen Mannschaft, das wir sehen wollen.» Constantin Schmid, Richard Freitag, Karl Geiger und Markus Eisenbichler mussten sich nur dem Quartett aus Slowenien um etwa 22 Meter geschlagen geben.

Bei der Wettkampfserie auf vier norwegischen Schanzen mit eigener Gesamtwertung waren die Deutschen zuvor teilweise deutlich unter ihren Möglichkeiten geblieben. Platz drei sicherte sich die Mannschaft aus Österreich.

Auch Eisenbichler war zufrieden mit dem zweiten Platz und bezeichnete seine eigenen Flüge auf 227 und 223,5 Meter als kontrolliert. Aus dem Schuster-Team präsentierte sich neben dem Dreifach-Weltmeister vor allem Freitag stark. Der 27 Jahre alte Sachse flog 231 und 231,5 Meter weit.

Schuster lobte aber auch Youngster Schmid, der in der deutschen Mannschaft den Platz von Weltmeister Stephan Leyhe einnahm. «Er macht es super dieses Wochenende», sagte der Coach im ZDF über den 19-Jährigen. «An ihm wird mein Nachfolger Freude haben, auf den kann man aufbauen.» Schuster hört nach der Saison als Bundestrainer auf. Als Favorit auf die Nachfolge gilt Schusters österreichischer Landsmann Stefan Horngacher, der derzeit das polnische Nationalteam betreut. Schmid flog auf 204,5 und 222 Meter und war anschließend völlig euphorisch. «Man wird immer schneller, es ist berauschend, wahnsinnig schön», beschrieb er sein Fluggefühl.

Im Gesamtklassement der Raw Air verteidigte der Österreicher Stefan Kraft seine Führung vor Vierschanzentourneesieger Ryoyu Kobayashi aus Japan und baute sie sogar noch ein wenig aus. Insgesamt werden bei der Serie 100 000 Euro Preisgeld ausgeschüttet.

Der Sieger erhält 60 000 Euro. Eisenbichler als bester DSV-Adler liegt bereits zu weit zurück um beim Einzelskifliegen zum Tour-Abschluss am Sonntag (17.00 Uhr/ZDF und Eurosport) noch in den Kampf um den Siegerscheck einzugreifen.

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