Weltcup in Oslo
Faißt knapp am Podest vorbei - Weinbuch hofft auf Rydzek

In Oslo muss Kombinierer-Bundestrainer Hermann Weinbuch ohne zwei Top-Leute auskommen. Der ganz große Erfolg bleibt am Holmenkollen aus. Für den kommenden Heim-Weltcup hofft Weinbuch auf mindestens einen Rückkehrer.

Sonntag, 10.03.2019, 09:19 Uhr aktualisiert: 10.03.2019, 09:22 Uhr
Kombinierer Manuel Faißt beim Skispringen.
Kombinierer Manuel Faißt beim Skispringen. Foto: Hendrik Schmidt

Oslo (dpa) - Fast hätte sich Manuel Faißt sogar mit einem Podestplatz belohnt. Der 26-Jährige war der große Lichtblick des dezimierten deutschen Kombinierer-Teams beim Weltcup am traditionsreichen Holmenkollen in Oslo.

4,5 Sekunden fehlten Faißt nach den zehn Kilometern in der Loipe im Schlussspurt auf den drittplatzierten Lokalmatadoren Espen Björnstad. Bundestrainer Hermann Weinbuch freute sich über den starken Auftritt des Schwarzwälders, hofft vor dem großen Weltcup-Finale am kommenden Wochenende in Schonach aber trotzdem auf die Rückkehr von zumindest einem seiner Leistungsträger.

«Ich hoffe, dass der Johannes dabei ist am Wochenende», sagte Weinbuch über den zweifachen Olympiasieger Johannes Rydzek. Der 27-Jährige verpasste die vorletzte Weltcup-Station der Saison in Norwegen wegen einer Viruserkrankung genau wie Rekordweltmeister Eric Frenzel. «Der Eric wird wahrscheinlich fehlen», prognostizierte Weinbuch.

Ohne die beiden Top-Sportler taten sich die deutschen Nordischen Kombinierer in Oslo vor allem auf der Schanze schwer. Bei schwierigen Windbedingungen hatte Faißt als einziger von Weinbuchs Schützlingen nach dem Springen noch Chancen, ganz vorne reinzulaufen. «Er hat einen sehr guten Eindruck gemacht. Es wäre auch ein Podiumsplatz möglich gewesen», sagte Weinbuch.

Dass es damit nichts wurde, dafür sorgte Björnstad, der Faißt kurz vor dem Ziel am Samstag abhängte. Zuvor hatten bereits Gesamtweltcupgewinner Jarl Magnus Riiber aus Norwegen und Ilkka Herola aus Finnland die Flucht ergriffen und den Sieg unter sich ausgemacht. Riiber setzte sich durch.

Als zweitbester Deutscher belegte Vinzenz Geiger den zwölften Rang. Fabian Rießle wurde 16., Terence Weber 30., und Julian Schmid kam auf den 32. Platz.

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