Dopingsünder
Dürr zu Razzia: Habe meine Freunde nicht verpfiffen

Seefeld (dpa) - Der überführte Dopingsünder Johannes Dürr hat nach eigener Aussage die bei der Razzia bei der WM in Seefeld erwischten Ski-Langläufer nicht verraten.

Freitag, 01.03.2019, 08:51 Uhr aktualisiert: 01.03.2019, 08:54 Uhr
Doping-Beichte: Johannes Dürr hat ausgesagt, aber keine Freunde verpfiffen. Namen genannt.
Doping-Beichte: Johannes Dürr hat ausgesagt, aber keine Freunde verpfiffen. Namen genannt. Foto: Roland Schlager

«Dass jetzt sozusagen der Eindruck entsteht, ich hätte da meine Freunde verpfiffen, ist einfach nicht richtig», sagte der Langläufer dem österreichischen TV-Sender ORF. Der 2014 gesperrte Dürr hatte mit seinen Aussagen die Doping-Ermittlungen und Razzien in Seefeld und Erfurt ausgelöst.

«Ich bin vor der Staatsanwaltschaft gewesen als Zeuge, ich habe als Zeuge wahrheitsgemäß aussagen müssen und habe da zu den Sachen, die mich betreffen, 2014, also vor fünf Jahren, ausgesagt», sagte Dürr im ORF. «Ich kann alles nachfühlen. Das ist jetzt eine ganz schwere Zeit für die Jungs.»

Die zwei österreichischen, ein kasachischer sowie zwei estnische Langläufer waren am 27. Februar bei einer großen Razzia während der Nordischen Ski-WM festgenommen worden. Alle haben inzwischen Eigenblutdoping zugegeben. Ihnen drohen Anklagen wegen Sportbetrugs sowie sportrechtliche Sanktionen.

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