Basketball-Profiliga
NBA-Playoffs ohne «King» James - Bärenstarker Schröder

Eine NBA-Endspielserie ohne LeBron James war kaum noch vorstellbar. Aber in seinem ersten Jahr bei den Lakers verpasst der Basketball-Superstar sogar die Playoffs. Dennis Schröder dagegen liegt mit Oklahoma voll auf Kurs.

Samstag, 23.03.2019, 11:06 Uhr aktualisiert: 23.03.2019, 11:10 Uhr
Eigentlich unvorstellbar: Die NBA-Playoffs werden ohne LeBron James (r) stattfinden.
Eigentlich unvorstellbar: Die NBA-Playoffs werden ohne LeBron James (r) stattfinden. Foto: Mark J. Terrill

Los Angeles (dpa) - Acht Jahre lang prägte LeBron James zuletzt die NBA-Finals. Doch erstmals seit 2011 wird der Superstar der Los Angeles Lakers nichts mit dem Kampf um den begehrtesten Basketball-Titel der Welt zu tun haben. Selbst die Playoffs der Nordamerika-Liga verpasst der «King» zum ersten Mal seit 2005.

«Das war eine harte Saison für alle von uns. Aber während des Jahres passieren Dinge: Sperren, Verletzungen, solche Sachen», sagte James nach der 106:111-Niederlage gegen die Brooklyn Nets. Der 34-Jährige konnte die fünfte Niederlage der Lakers in Serie trotz 25 Punkten, 14 Vorlagen und neun Rebounds nicht verhindern. Damit verpassen die Kalifornier zum sechsten Mal in Folge die Endrunde - ein Club-Negativrekord.

«Das ist nicht das, wofür wir unterschrieben haben. Mist, ich werde fünf Monate haben und das Spiel nicht spielen können», sagte James, der im vergangenen Sommer aus Cleveland an die Westküste gekommen war, um die Lakers wieder zu altem Glanz zu führen. Doch das Team mit den beiden deutschen Nachwuchstalenten Moritz Wagner und Isaac Bonga hatte in dieser Spielzeit durch Sperren und Verletzungen immer wieder Personalprobleme.

Deutlich besser sieht es für Nationalspieler Dennis Schröder aus. Der 25-jährige Braunschweiger führte Oklahoma City Thunder mit 26 Punkten zum 116:109-Auswärtssieg bei den Toronto Raptors und bekam ein Extra-Lob von Trainer Billy Donovan: «Er hat uns an beiden Seiten des Feldes einen Boost gegeben.»

OKC beendete damit eine Niederlagen-Serie von vier Spielen und liegt als Fünfter in der Western Conference klar auf Playoff-Kurs. «Wir sind wieder zurück in unserem Rhythmus. So in Toronto aufzuspielen, bedeutet viel für uns», sagte Schröder.

Für Furore sorgte mal wieder MVP James Harden von den Houston Rockets: Mit 61 Punkten beim 111:105-Sieg gegen die San Antonio Spurs stellte er seinen Karrierebestwert ein.

Wer den Topscorer der Liga in dieser Saison denn überhaupt stoppen könne, wurde Houstons Trainer Mike D'Antoni nach dem Spiel gefragt. «Ich. Ich kann ihn auf die Bank setzen. Das ist alles», antwortete der Rockets-Coach.

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