NFL
Sechster Super-Bowl-Triumph für Brady und Patriots

Atlanta -

Tom Brady und die New England Patriots haben es wieder geschafft. Der Star-Quarterback führt sein Team zum sechsten Super-Bowl-Sieg. Die unterlegenen Los Angeles Rams sind auf der größten Football-Bühne überfordert.

Montag, 04.02.2019, 05:25 Uhr aktualisiert: 04.02.2019, 07:33 Uhr
Die Spieler der New England Patriots feiern den Sieg im Super Bowl.
Die Spieler der New England Patriots feiern den Sieg im Super Bowl. Foto: Carolyn Kaster

Dank einer überragenden Defensive und starken Nerven von Star-Quarterback Tom Brady haben die New England Patriots zum sechsten Mal den Super Bowl gewonnen.

Das leichte favorisierte Team setzte sich im spannenden, aber selten spektakulären Finale der National Football League in Atlanta mit 13:3 (3:0) gegen die Los Angeles Rams durch. Im Alter von 41 Jahren sicherte sich Brady damit beim größten Einzelsportevent der Welt als erster Profi der NFL-Historie seinen sechsten Super-Bowl-Ring. Die Patriots zogen nach Titelgewinnen mit Super-Bowl-Rekordsieger Pittsburgh Steelers gleich.

Minusrekord & Premiere

«Ich kann es nicht glauben, was für ein unglaubliches Jahr», schwärmte Brady im blau-rot-weißen Konfettiregen auf dem Rasen. «Unsere Defensive hat unglaublich gespielt.» Als wertvollster Spieler der Partie wurde Wide Receiver Julian Edelman ausgezeichnet. Der 32-Jährige fing zehn Pässe von Brady für einen Raumgewinn von 141 Yards. «Er verdient es», sagte der Quarterback voller Freude für seinen Teamkollegen.

Super Bowl 2019: New England Patriots - Los Angeles Rams

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  • New England Patriots. Rob Gronkowski (r, 87) von den Patriots fängt einen Pass neben Marcus Peters (22) und Cory Littleton (58) von den Rams.

    Foto: David J. Phillip
  • Quarterback Tom Brady (12) von den Patriots jubelt über einen Tochdown seines Teams.

    Foto: Jeff Roberson
  • Ein Blick aus der Vogelperspektive.

    Foto: Morry Gash
  • Quarterback Jared Goff (16) von den Patriots.

    Foto: Carolyn Kaster
  • Stephen Gostkowski (3, oben) von den Patriots schießt ein Field-Goal während Ryan Allen (6) den Ball hält.

    Foto: Matt Rourke
  • Jason McCourty (30) von den Patriots unterbricht einen an Brandin Cooks (12) von den Rams gehenden Pass.

    Foto: Patrick Semansky
  • Quarterback Tom Brady (12) von den Patriots

    Foto: Patrick Semansky
  • Stephen Gostkowski (3, oben) von den Patriots schießt ein 41-Yard Field-Goal.

    Foto: Tim Donnelly
  • Todd Gurley II (30) von den Rams läuft vorbei an Trey Flowers (l) und Kyle Van Noy (53) von den Patriots.

    Foto: Carolyn Kaster
  • Quarterback Jared Goff von den Rams

    Foto: Morry Gash
  • Sony Michel (26, M) von den Patriots taucht zum Touchdown über die Linie.

    Foto: Jeff Roberson
  • Tom Brady (12) und Joe Thuney (62) von den Patriots gehen während der ersten Hälfte des Spiels vom Spielfeld

    Foto: Mark Humphrey
  • Nickell Robey-Coleman von den Rams jubelt nach einer Interception.

    Foto: Carolyn Kaster
  • Adam Levine von der Band Maroon 5 und während der Halbzeit-Show.

    Foto: Jeff Roberson
  • Der Musiker Big Boi während der Halbzeit-Show.

    Foto: Mark Humphrey
  • Adam Levine von der Band Maroon 5 während der Halbzeit-Show.

    Foto: Charlie Riedel
  • Adam Levine (vorne ,r) von der Band Maroon 5 während der Halbzeit-Show.

    Foto: Jeff Roberson
  • Trainer Sean McVay (M) von den Rams spricht mit Quarterback Jared Goff (16).

    Foto: John Bazemore
  • Greg Zuerlein (r, 4) von den Rams erzielt ein Field-Goal.

    Foto: Mark Humphrey
  • Super Bowl 2019: New England Patriots - Los Angeles Rams Foto: Tim Donnelly
  • Quarterback Tom Brady von den Patriots wirft einen Pass.

    Foto: Carolyn Kaster
  • Julian Edelman (r) von den Patriots in Aktion gegen John Johnson III (43) von den Rams.

    Foto: Carolyn Kaster
  • Rob Gronkowski (87) von den Patriots jubelt nach dem gewonnenen Spiel mit seiner Mannschaft

    Foto: Carolyn Kaster
  • Kollektiver Jubel bei den Patriots nach dem gewonnenen Spiel.

    Foto: Morry Gash
  • Kyle Van Noy von den Patriots jubelt im Konfettiregen.

    Foto: John Bazemore
  • Julian Edelman (M, l) und Tom Brady von den Patriots jubeln nach dem Triumph.

    Foto: Charlie Riedel
  • Kyle Van Noy (l) und Rob Gronkowski von den Patriots sind mehr als erleichtert...

    Foto: Patrick Semansky
  • Julian Edelman von den Patriots hält nach dem gewonnenen Spiel die Vince Lombardi Trophäe.

    Foto: John Bazemore

Beide Teams blieben die ersten drei Viertel ohne einen Touchdown, eine Premiere für den Super Bowl. Auch 16 Punkte insgesamt sind ein Minusrekord.

Altmeister Brady entschied bei seiner neunten Final-Teilnahme das Duell mit dem 17 Jahre jüngeren Rams-Quarterback Jared Goff für sich. Der Youngster war im erst vierten Playoffspiel seiner Karriere phasenweise sichtlich überfordert. Die Rams verpassten damit ihren zweiten Super-Bowl-Sieg nach 2000, als sie - vor der Rückkehr nach Los Angeles - noch in St. Louis beheimatet waren.

Prominenz auf der Tribüne

Auf der Tribüne verfolgten Stars wie Sänger Jon Bon Jovi, Oscar-Preisträger Jamie Foxx, Ex-Sprintikone Usain Bolt und der irische Käfigkämpfer Conor McGregor ein von starken Defensivreihen geprägtes Spiel. Mit vier perfekten Pässen in Serie bereitete Brady im letzten Abschnitt den entscheidenden Touchdown zum 10:3 vor, NFL-Neuling Sony Michel trug den Ball die verbliebenen zwei Yards in die Endzone.

Der 66-jährige Bill Belichick entschied das Trainerduell mit dem halb so alten Rams-Trainer Sean McVay für sich und baute seinen Rekord als ältester Coach eines Super-Bowl-Siegers weiter aus. «Es gibt eine Konstante in den letzten 18 Jahren. Zwei Männer haben das Beste geschafft, was jemals erreicht wurde: Bill Belichick und Tom Brady», lobte Patriots-Besitzer Robert Kraft das Duo. «Aufgrund ihrer harten Arbeit und echter Führungsstärke darf ich zum sechsten Mal sagen: Wir sind alle Patriots.»

"Stimmungshoheit" für die Patriots

Schon vor der Partie hatte US-Präsident Donald Trump Kraft, Belichick, Brady und die Patriots für ihre «großartige Chemie» gelobt - und auf den richtigen Sieger gesetzt.

10 Dinge, die man über den Super Bowl 2019 wissen muss

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  • 1. Wann muss ich gucken?: Der erste Sonntag im Februar ist in den USA für den Super Bowl reserviert. In diesem Jahr fällt dieser Tag auf den 3. Februar. Dann steigt das Finale der amerikanischen Football-Liga im Mercedes-Benz-Stadium in Atlanta. Die Los Angeles Rams treffen dort auf die New England Patriots. Das Spektakel beginnt um 0.30 Uhr deutscher Zeit. ProSieben überträgt bereits ab 22.45 Uhr. Zunächst mit einer Countdownshow aus dem Studio in Oberföhring, später direkt aus Atlanta. Der Streamingdienst DAZN zeigt das Endspiel mit deutschem sowie Originalkommentar.

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  • 2. Ein Spiel als Show der Superlative: Jahr für Jahr lockt der Super Bowl Millionen Menschen vor die Fernsehgeräte. Alleine in den USA wird das Spiel von mehr als 100 Millionen Menschen gesehen. In Deutschland sind im vergangenen Jahr 1,04 Millionen Menschen nachts aufgestanden. Weltweit wird mit 800 Millionen Zuschauern gerechnet. Das Mercedes-Benz-Stadium, die Heimstätte der Atlanta Falcons, wurde 2017 eröffnet und bietet bis zu 75.000 Zuschauern Platz.

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  • 3. Welches Team hat die besseren Chancen?: Wette niemals gegen Tom Brady (Foto) und die Patriots. Dem Motto folgen einige Experten und Fans. Kein Wunder, das Team aus New England steht in der Ära von Trainer Bill Belichick und Quarterback Brady bereits zum neunten Mal im Super Bowl. Fünf Mal gewannen sie den Titel. Die Erfahrung spricht für die Patriots, sportlich dürften sich die Los Angeles Rams auf Augenhöhe bewegen. Für ihren Quarterback Jared Goff ist es ebenso wie Trainer Sean McVay die erste Super-Bowl-Teilnahme. Exakt 17 Jahre vor dem Aufeinandertreffen am Sonntag, am 3. Februar 2002, standen sich die Patriots und die Rams erstmals im Endspiel der NFL aufeinander. Für das Team, das vor drei Jahren von St. Louis nach Los Angeles umsiedelte, ist es die erste Super-Bowl-Teilnahme seitdem.

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  • 4. Das Duell Youngster vs. Erfahrung: Als Tom Brady 2002 seinen ersten Super Bowl gewann, war Jared Goff (Foto) sieben Jahre alt. Heute hat Brady die 41-Jahre-Marke geknackt, sein Konkurrent Goff ist 24 Jahre alt. Damit trennen die beiden Spielmacher exakt 17 Jahre und 72 Tage. Nie war der Altersunterschied in einem Super Bowl größer.

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  • 5. Das Duell Youngster vs. Erfahrung II:Nicht nur die Spielmacher der beiden Teams trennen etliche Jahre, auch bei den Trainern ist es ein Duell Youngster gegen Erfahrung. Egal, welches Team gewinnt - ein Altersrekord wird auf jeden Fall aufgestellt. McVay wäre mit 33 Jahren der jüngste Cheftrainer, der einen Super Bowl gewinnt, Belichick würde mit heute 66 Jahren seinen Rekord aus 2015 als ältester Coach ausbauen.

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  • 6. Spektakel und Skandal in der Halbzeitshow: Ob die berühmte Halbzeitshow des Super Bowls wieder einen Skandal zu bieten hat? Es wäre nicht das erste Mal. Unvergessen ist der Auftritt von Justin Timberlake und Janet Jackson. 2004 kam es zum „Nipplegate”. Seitdem findet die Ausstrahlung mit einigen Sekunden Zeitverzögerung statt. Ein Spektakel dürfte die Halbzeitshow wie in jedem Jahr werden. Die Pop-Band Maroon 5 (Foto) tritt gemeinsam mit den Rappern Travis Scott und Big Boi auf. Das R&B-Duo „Chloe X Halle” singt vor dem Spiel „America the Beautiful”. Die Nationalhymne wird von Grammy-Gewinnerin Gladys Knight vorgetragen.

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  • 7. Zahlen, bitte: Die Zahlen zum Super Bowl machen jedes Jahr aufs Neue Schlagzeilen. Die 53. Auflage des Endspiels stellt da keine Ausnahme dar. 1,35 Milliarden Chickenwings essen die Amerikaner schätzungsweise während des Spiels. Im vergangenen Jahr verzehrten die US-Bürger zudem 3,6 Millionen Kilo Avocados am Super-Bowl-Wochenende. Der Pokal für den Sieger, die Vince-Lombardi-Trophy, ist 56 Zentimeter hoch und 3,2 Kilogramm schwer. Wer den Super Bowl LIII im Stadion erleben will, musste viel Geld bezahlen. Für Karten im Oberrang waren in dieser Woche mindestens 3000 Euro fällig. Wer direkt am Spielfeldrand sitzen will, musste bis zu 22.000 Euro zahlen.

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  • 8. Werbung für Millionen: Während der Super-Bowl-Übertragung läuft in den USA nicht irgendwelche Werbung. Unternehmen müssen richtig viel Geld auf den Tisch legen: Wer einen 30-Sekunden-Spot beim übertragenden Sender NBC schalten wollte, musste etwa 5,2 Millionen Dollar bezahlen. Die Preise bewegen sich damit in einem ähnlichen Rahmen wie im Vorjahr. Einige Werbespots sind bereits im Vorfeld bekannt und die behandeln durchaus politische Themen. Es geht um Rassismus, Gleichberechtigung von Frauen oder den Klimaschutz. Coca-Cola wird erstmals seit mehr als zehn Jahren keine klassische Super-Bowl-Werbung schalten. Stattdessen wird das Unternehmen einen 60-Sekunden-Spot vor der Nationalhymne zeigen lassen.

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  • 9. Frühere Sieger und der Weg der Finalisten zum Super Bowl: Das Duell gegen die Rams ist die dritte Super-Bowl-Teilnahme der Patriots in Folge. Vor einem Jahr unterlag das Team aus New England den Philadelphia Eagles. 2017 triumphierten die Patriots gegen die Atlanta Falcons. Auch 2015 haben sich Brady, Belichick und Co. die Vince-Lombardi-Trophy gesichert, im Jahr 2016 gewannen die Denver Broncos den Super Bowl. Der Weg in das diesjährige Endspiel führte bei den Patriots über die Los Angeles Chargers und die Kansas City Chiefs. Die Los Angeles Rams setzten sich in den Playoffs gegen die Dallas Cowboys und bei den New Orleans Saints durch. Das Halbfinalspiel in New Orleans sorgte für Kontroversen. Die Saints fühlten sich durch eine Fehlentscheidung der Schiedsrichter um den Super Bowl betrogen.

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  • 10. Kältewelle in den USA: Der Super Bowl wird jedes Jahr in einer anderen Stadt veranstaltet. Noch nie schaffte ein Heimteam den Einzug in das Endspiel der NFL. Meistens wird der Super Bowl in Städten ausgetragen, in denen mit angenehmen Temperaturen zu rechnen ist oder in Städten mit überdachten Stadien. Auch das Stadion in Atlanta ist überdacht. Die aktuelle Kältewelle in den USA - in Chicago (Foto) lagen die Tiefstwerte bei fast minus 30 Grad Celsius - betraf auch Atlanta, wenn auch nur geringfügig. Einzelne Regierunsgebäude wurden geschlossen. 100 Flüge in die Hauptstadt von Georgia strichen die Fluggesellschaften diese Woche vorsorglich. Einfluss auf das Spiel soll das Wetter am Super-Bowl-Sonntag aber nicht haben.

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Beim Einlaufen der Teams zu reichlich Rauch und Feuerwerk hatten die Fans der Patriots wie schon den ganzen Tag in der Metropole des US-Bundesstaats Georgia die Stimmungshoheit. Gänsehaut-Atmosphäre im anderthalb Milliarden US-Dollar teuren Mercedes-Benz Stadium - doch Brady erwischte einen unkonzentrierten Start. Direkt seinen ersten Pass fing Rams-Verteidiger Cory Littleton ab. Für Brady war es erst die sechste Interception in seinem neunten Super Bowl.

Am Ende der nächsten Patriots-Angriffserie verzog Kicker Stephen Gostkowski seinen Schussversuch aus 46 Yards. So setzte sich eine Super-Bowl-Schwäche New Englands fort: In der Ära von Brady gelangen in allen ersten Finalvierteln zusammen gerade einmal mickrige drei Punkte.

Unspektakuläre Halbzeitshow

Die Patriots brachten sich durch eigene Fehler um den Lohn für ihre Überlegenheit, der sonst so explosive Angriff der Rams konnte hingegen überhaupt keinen Schwung aufnehmen. Goff war die Nervosität auf der großen Bühne anzumerken, mehrfach schaute sich der 24-Jährige bei den Attacken der Patriots hilflos um. Sechsmal waren die Rams vor der Pause in Ballbesitz, sechsmal mussten sie den Ball zum Gegner schießen. Gostkowski erzielte mit einem erfolgreichen Field Goal lediglich noch die 3:0-Führung für New England - nur einmal gab es in der Super-Bowl-Historie eine erste Hälfte mit weniger Punkten.

Das große Football-ABC

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  • A wie American Football Conference: Die US-amerikanische Profiliga NFL (National Football League) ist in zwei Staffeln, die Conferences eingeteilt. Das Pendant zur American Football Conference (AFC) ist die National Football Conference (NFC). Die Zuteilung der Mannschaften erfolgt meist geografisch. Die Meister der beiden Staffeln treffen im Super Bowl aufeinander.

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  • B wie Broncos: Das Team aus Denver/Colorado setzte sich im Halbfinale gegen Titelverteidiger New England Patriots durch. Der zweimalige NFL-Champion (1997, 1998) ist nach ungezähmten Pferden benannt.

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  • C wie Complete Pass: Nimmt ein Spieler den Football nach einem Pass aus der Luft auf und hält ihn sicher fest, spricht man von einem vollständigen Pass.

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  • D wie Defense: Die Verteidigung setzt sich aus der Defensive Line und dem Backfield zusammen. Sie soll die angreifende Mannschaft hindern, Raum zu gewinnen oder einen Touchdown zu erzielen.

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  • E wie Endzone: Wird der Football von einem Spieler in die rund neun Meter breite Zone an den Enden des Spielfelds getragen oder gefangen, erzielt die Mannschaft einen Touchdown und erhält sechs Punkte.

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  • F wie Fieldgoal: Schafft es eine Mannschaft nicht bis in die Endzone, kann sie den Football durch die Torstangen an den Enden des Spielfelds schießen. Dafür gibt es drei Punkte. Nach jedem Touchdown kann man sich mit einem Fieldgoal einen Extrapunkt sichern.

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  • G wie Gatorade-Dusche: Die Tradition, dass der Cheftrainer nach dem Super-Bowl-Gewinn mit einem Eimer des isotonischen Getränks übergossen wird, geht auf die 80er Jahre zurück. Die New York Giants starteten eine Siegesserie, nachdem Coach Bill Parcells „geduscht“ wurde. Der US-Amerikaner hielt aus Aberglaube an der Tradition fest – und holte 1987 den Titel.

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  • H wie Hail Mary: Mit einem Verzweiflungswurf versucht der Quarterback des in Rückstand liegenden Teams kurz vor Schluss doch noch zu punkten. Der Legende nach geht der Name auf die Notre Dame Fighting Irish zurück, die vor jedem Touchdown ein Ave Maria gebetet haben sollen.

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  • I wie Interception: Gelingt es der Verteidigung, den Pass der angreifenden Mannschaft abzufangen, wechselt das Angriffsrecht. Zudem besteht die Möglichkeit, direkt in die Endzone zu laufen und einen Touchdown zu erzielen.

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  • J wie Montana, Joe: Der US-Amerikaner gilt als einer der besten NFL-Profis. Mit den San Francisco 49ers gewann der Quarterback viermal den Super Bowl (1982, 1985, 1989, 1990).

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  • K wie Kick-off: Einen Anstoß gibt es zu Beginn jeder Spielhälfte, der Verlängerung, nach einem Touchdown und jedem Fieldgoal.

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  • L wie Line of Scrimmage: Die Gedrängelinie ist eine gedachte Linie nach jeder Unterbrechung zwischen beiden Teams. Bewegt sich ein Spieler zu früh, gibt es eine Strafe.

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  • M wie Manning, Peyton: Der Quarterback der Denver Broncos spielte eine schwache Hauptrunde. Kritiker legten dem 39-Jährigen das Karriereende nahe, nachdem er mit einer Fußverletzung lange ausgefallen war. Doch Manning kämpfte sich zurück, nach 2007 kann er zum zweiten Mal den Super Bowl gewinnen.

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  • N wie Newton, Cam: Der Quarterback der Carolina Panthers gilt als wertvollster Spieler der Saison. Auch Peyton Manning sprach sich zuletzt für den 26-jährigen US-Amerikaner aus. Mit 110 Kilogramm und 1,95 Metern setzt der Modelathlet auf ein laufintensives Spiel. Doch Newton polarisiert auch, seine Jubelarien kommen nicht überall gut an.

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  • O wie Offensive Line: Die vorderste Angriffsreihe versucht, Lücken für das Laufspiel zu schaffen oder dem Quarterback genügend Zeit für seinen Wurf zu geben. Sebastian Vollmer, der derzeit beste Deutsche, spielt bei den New England Patriots als Offensive-Tackle.

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  • P wie Panthers: Die Carolina Panthers tragen ihre Heimspiele in Charlotte/North Carolina aus. Noch nie konnten sie den Super Bowl gewinnen.

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  • Q wie Quarterback: Die wichtigste Position. Der Spielmacher kann den Football entweder seinem Running-Back zu einem Lauf überreichen, einem Receiver zuwerfen oder selbst nach vorne laufen.

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  • R wie Running-Back: Die Ballträger haben die Aufgabe, den Football so weit wie möglich nach vorne zu tragen.

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  • S wie Sack: Gelingt es einem Verteidiger, den Quarterback zu Boden zu reißen, spricht man von einem Sack.

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  • T wie Touchdown: Wird der Football in die Endzone getragen oder dort gefangen, erhält die Mannschaft sechs Punkte.

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  • U wie USA: American Football zählt in den USA wie Baseball, Basketball und Eishockey zu den „Großen Vier“. Die NFL hat den höchsten Zuschauerschnitt aller Profisportligen der Welt. Beim Super Bowl schalten im Schnitt 111 Millionen US-Fans den Fernseher ein.

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  • V wie Vince-Lombardi-Trophy: Der Pokal für den Super-Bowl-Gewinner ist nach dem früheren Trainer der Green Bay Packers benannt. Das Team aus dem US-Bundesstaat Wisconsin gewann die ersten beiden Super Bowls.

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  • W wie Wide-Receiver: Die Ballfänger sind die schnellsten Spieler auf dem Feld. Sie versuchen, den Football nach einem Pass des Quarterbacks aus der Luft zu pflücken und diesen bis in die Endzone zu tragen.

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  • X wie XXL: 4000 Tonnen Popcorn, 14 000 Tonnen Chips und 120 Millionen Liter Bier: Die US-Amerikaner geben am Super-Bowl-Sonntag rund 50 Millionen Dollar für Nahrungsmittel aus.

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  • Y wie Yards: Das Spielfeld ist in Yards eingeteilt. Ein Yard entspricht etwa 0,91 Meter. Die Mannschaften haben jeweils vier Versuche, einen Raumgewinn von zehn Yards zu erreichen. Gelingt ihnen das nicht, wechselt das Angriffsrecht.

    Foto: colourbox.de
  • Z wie Zeit: Ein Viertel hat jeweils 15 Minuten. Durch Auszeiten, Unterbrechungen und Werbepausen dauert eine Partie rund drei Stunden. Kurios: Nur während etwa sechs Prozent der Spieldauer passiert auch wirklich was.

    Foto: colourbox.de

Kurz nach der wenig spektakulären Halbzeitshow mit der Popband Maroon 5 als Top-Act verloren die Patriots ihren Verteidiger Patrick Chung durch eine Armverletzung. Weiter dominierten beide Defensivreihen, immerhin konnte Kicker Greg Zuerlein zum 3:3 für die Rams ausgleichen.

Trotzdem saß Goff mit hängendem Kopf auf der Bank. Stattdessen drehte Brady auf, ein feiner Pass auf Rob Gronkowski sorgte auch bei Ehefrau Gisele Bündchen für Jubelstürme auf den VIP-Plätzen. Runningback Michel vollendete zum Touchdown. Mit einem fatalen Fehlpass vergab Goff im Gegenzug die Chance, sein Team wieder heranzuführen. Gostkowski erhöhte per Kick auf 13:3, die Rams schafften das Wunder nicht mehr.

 

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