Bericht «New York Times»
Cincinnati-Masters und US Open nacheinander in New York

Die Tennis-Organisatoren der US Open hoffen trotz der Coronavirus-Situation in New York auf die Austragung des Grand-Slam-Events Anfang September. Nun berichtet die «New York Times» über eine revolutionäre Idee.

Mittwoch, 03.06.2020, 10:32 Uhr aktualisiert: 03.06.2020, 10:36 Uhr
Die US Open der Tennis-Profis in New York sollen vom 31. August bis 13. September stattfinden.
Die US Open der Tennis-Profis in New York sollen vom 31. August bis 13. September stattfinden. Foto: Peter Morgan

New York (dpa) - Der US-amerikanische Tennisverband hat einem Medienbericht zufolge einen ungewöhnlichen Vorschlag zur Austragung der US Open unterbreitet.

Wie die «New York Times» berichtet, prüft die USTA die Möglichkeit, nacheinander erst das Masters-Turnier von Cincinnati und anschließend die US Open in New York am selben Ort durchzuführen. Demnach solle das vom 17. bis 23. August im US-Bundesstaat Ohio angesetzte kombinierte Damen- und Herren-Turnier bereits im Billie Jean King National Tennis Center in New York gespielt werden. Anschließend sollen dort vom 31. August bis zum 13. September die US Open an ihrem gewohnten Ort stattfinden.

Wegen der Coronavirus-Pandemie ruht derzeit der offizielle Spielbetrieb auf der Tennis-Tour bis zum 31. Juli. Mit einer Entscheidung über das Grand-Slam-Turnier in New York wird «Mitte bis Ende Juni» gerechnet. Der US-Verband habe die Idee der Damen-Organisation WTA und der Herren-Organisation ATP unterbreitet, schreibt die «New York Times» unter Berufung auf namentlich nicht genannte Quellen in allen drei Organisationen.

Bei diesem Szenario könnten die Profis während ihres Aufenthalts in den USA an einem Ort bleiben und damit eine isolierte Umgebung für die Turnierbeteiligten geschaffen werden. In der Vorwoche hatte die Nachrichtenagentur AP bereits über mögliche Szenarien berichtet. Dazu gehörten, dass die Spieler mit eigens dafür eingesetzten Chartermaschinen von mehreren Flughäfen weltweit nach New York gebracht werden. Vor dem Abflug müssten alle Teilnehmer einen negativen Test auf das Virus vorlegen. Tägliche Temperaturmessungen gehören ebenfalls zu den Überlegungen. Zuschauer dürften so gut wie sicher nicht zugelassen werden.

Noch ist aber unklar, ob überhaupt genug Spielerinnen und Spieler aufgrund geltender Quarantäne-Regelungen zu dem Zeitpunkt in die USA reisen dürfen oder wollen und ob diese sich vorher beispielsweise in eine 14-tägige Isolation begeben müssten. New York ist besonders schwer von der Coronavirus-Pandemie betroffen.

Halten die US Open an ihrem Termin fest, so scheint es praktisch unmöglich, dass eine Woche später die French Open auf Sand stattfinden. Die Paris-Veranstalter hatten ihr Turnier eigenmächtig auf Ende September verlegt. Wimbledon wurde für dieses Jahr abgesagt.

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